Ohne Pfand kein Bier

"Herri" braucht unbedingt seine herrenlosen Bierflaschen zurück

Die Brauerei Herrenhausen macht auf die Notlage aufmerksam. Durch einen Social-Media-Aufruf erhoffen sie sich ihr Leergut zurück.
Die Brauerei Herrenhausen macht auf die Notlage aufmerksam. Durch einen Social-Media-Aufruf erhoffen sie sich ihr Leergut zurück.
© Privatbrauerei Herrenhausen GmbH

10. Mai 2022 - 12:30 Uhr

Es ist der Albtraum jedes Bier-Fans: Für den Grillabend oder zur sportlichen Ertüchtigung (Fußball auf der Mattscheibe schauen) noch eben ein kühles Blondes vom Kiosk oder Supermarkt holen. Nur wer gerne ein gutes Herrenhäuser trinkt, könnte bald ratlos vorm Ladenregal stehen. Denn der Herrenhäuser Brauerei gehen die Flaschen aus.

Halbe Liter sind das Problem

"Ihr Lieben - wir brauchen eure Hilfe. Räumt mal bitte eure Balkons, Keller, Schuppen und WG's - wir brauchen dringend Leergut. [...] Wir zählen auf euch", so die Privatbrauerei Herrenhausen auf Social Media. Klingt ernst, aber wie kann es sein, dass bei Herri die Flaschen fehlen?

Gutes Wetter, nochmal ein paar Fußballspiele vor Saisonende, endlich wieder unbeschwertes Zusammensein – alles mögliche Gründe für die gestiegene Bier-Nachfrage. Aber warum die Käufer dann zu faul sind, die leeren 0,5-Liter-Flaschen zurückzubringen, da kann die Brauerei Herrenhausen nur spekulieren. Am Ende könnte dieser Notstand sogar zu Lieferengpässen führen – ein Zustand, den sich natürlich kein Hannoveraner ausmalen will.

Kunden kaufen auch hin und wieder Bierkisten auf Vorrat und bringen den Pfand nicht dorthin zurück, wo sie ihn gekauft haben. So kommt es vor, dass die Brauerei eine volle Lieferung zum Handel bringt, dann aber nicht mit voll bestücktem Leergut zurückkehrt. Herri versichert aber, die Keller seien voll – Bier ist genug da! Nur müssen nun auch die Flaschen her. Denn: Ohne Pfand, kein Bier! (kho)