Hausratversicherungen im Test: Wer vergleicht, kann hunderte Euro sparen

27. März 2018 - 11:31 Uhr

Versicherungssumme, Extraleistungen & Co. - darauf sollten Sie bei der Hausratversicherung achten

Ein Albtraum: Durch einen Einbruch, einen Sturm oder durch undichte Wasserleitungen verlieren Sie alles, was Sie besitzen. Plötzlich stehen Sie vor dem Nichts und einem riesigen finanziellen Schaden. Und dann? Wer schlau war, hat eine Hausratversicherung abgeschlossen, die für den Schaden aufkommt. Aber welche ist die richtige, worauf sollten Sie beim Abschluss achten? Finanztest hat jetzt 144 Tarife von insgesamt 60 Anbietern getestet. Die Preisunterschiede sind dabei enorm. 

Einbruch oder Sturmschaden: Wohl dem, der eine Hausratversicherung hat

Knapp eine Million Schäden wurden den Versicherern im Jahr 2016 gemeldet. Haushalte gibt es in Deutschland rund 41 Millionen.

Eine Hausratversicherung umschließt folgende Bereiche:

  • Einbruch, Raub, Vandalismus
  • Feuer und Blitzschlag
  • Sturm und Hagel
  • Undichte Wasserleitungen
  • Es gibt darüber hinaus Erweiterungen wie Glasbruch, die extra versichert werden können.

Basistarife reichen nach Empfehlung von Finanztest oft aus. Aber Sie sollten auf die Grenze für Wertsachen achten. Die Grenze können Sie erhöhen, denn vielfach sind sie nur mit 20 Prozent der Versicherungssumme abgedeckt. 

Wer schon lange eine Hausratversicherung hat, sollte überprüfen, ob die Versicherungssumme immer noch dem Wert der versichterten Gegenstände entspricht. Im Laufe der Zeit sammeln sich meist weitere Möbel und Wertgegenstände an – ist der Vertrag dann nicht angepasst, sind Sie schnell unterversichert.

Fahrräder oder Gartenmöbel, die draußen stehen, gelten bei vielen Versicherern als Extraleistung. Sollen diese Gegenstände mitversichert sein, müssen sie oft zusätzlich gebucht werden. 

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Hausratversicherungen: Wählen Sie nur Tarife, die auch bei 'grober Fahrlässigkeit' voll zahlen!

Im Test wurden nur Tarife verglichen, die auch bei grober Fahrlässigkeit voll zahlen. Haben Sie das Fenster auf Kipp gelassen, den Herd vielleicht nicht ausgeschaltet? Das sind Fälle, in denen eine Versicherung ihre Zahlung mit der Begründung 'Grobe Fahrlässigkeit' kürzen könnte.

Finanztipp rät daher: Prüfen Sie Altverträge, die das oftmals nicht mitversichern, und schließen im Zweifel einen neuen Vertrag ab, der Kürzungen bei grober Fahrlässigkeit ausschließt.

Welche Punkte Sie beachten sollten, um ihren Hausrat optimal zu versichern, haben wir im Video für Sie zusammengestellt.

Warum gibt es so viele und große Preisunterschiede bei Hausratversicherungen?

Deutschland wird von den Versicherern in Risikogebiete eingeteilt. So sind Regionen, in denen es viele Einbrüche gibt teurer in der Versicherung. Finanztest hat daher in ihrem Test München (wenige Einbrüche, niedrige Erdbebenzone – günstigere Preise) mit Köln (hohes Einbruchsrisiko, Erdbebenzone 2 – teurere Versicherungsbeiträge) anhand eines Modellhaushalts verglichen: Einen 45-jährigen Kunden, der in einer 100 Quadratmeter-Eigentumswohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses lebt. Die Größe der Wohnung und der Wert des Hausrats spielt bei den Preisen der Versicherungen auch eine wesentliche Rolle.

Wer die Preise vergleicht, kann laut Finanztest ordentlich sparen: Hunderte Euro sind drin.

Beispiele:

  • Die günstigste Versicherung für den Modellhaushalt in München kostet 56 Euro (Onlinetarif Exclusiv Fair Play Direkt der Schwarzwälder).
  • In Köln ist für den gleichen Modellhaushalt der Tarif Premium der Medien mit 131 Euro am günstigsten.

Mit Elementarschutz (greift vor allem bei Hochwasser):

  • München 72 Euro (gleiche Versicherung s.o.)
  • Köln 156 Euro  (gleiche Versicherung s.o.)

Den ganzen Test Hausratsversicherung der Finanztest finden Sie hier.