Im Video:

Wie eine Pandemie unser Liebesleben verändert

04. Dezember 2020 - 11:55 Uhr

Beziehungen in der Pandemie

Hat die Pandemie Pärchen enger zusammengeschweißt – oder zu mehr Trennungen geführt? Home Office, Kinderbetreuung, Ausgangsbeschränkungen – das kann schon belastend für eine Beziehung sein! Sexpertin Louisa Noack weiß mehr – im Video!

Gute Nachrichten für Paare

Zuerst mal die gute Nachricht! Die Hälfte aller Paare hat Corona zusammengeschweißt. Ich habe mit zehn Paartherapeuten gesprochen, und die haben mir erzählt, dass die Partner endlich wieder mehr Zeit füreinander gefunden hätten. Sie hätten zum Beispiel wieder angefangen, ihre Gemeinsamkeiten zu entdecken, Hobbys, Unternehmungen. Oder auch ganz neue Dinge erfahren – sich mal etwas vorzulesen, gemeinsam zu kochen, sich mehr zu umarmen. Und es gab mehr und vor allem auch besseren Sex!

Viele auch von Trennungen betroffen

Für die andere Hälfte war Corona allerdings eine echte Belastung! Es gab Streit, Ärger, Lustlosigkeit im Bett! Meine Recherchen decken sich mit den meisten Studien: Es gibt rund 20 Millionen Liebespaare in Deutschland – und einer aktuellen Umfrage nach sind 500.000 davon tatsächlich in der kritischen Trennungsphase!

Tipps von Therapeuten

Die Tipps, die mir die Therapeuten gegeben haben, ähneln sich.

Zuerst einmal sollte man sein Wohlbefinden nicht vom Partner abhängig machen. Bin ich mir auch selbst genug? Was mag ich an mir? Bei Unzufriedenheit sollten Sie sich auch eine Frage stellen: Wo kommt denn meine eigene Unzufriedenheit her? Und wie kann ich an mir arbeiten?

Und im Gespräch mit dem Partner gibt es ebenfalls ein paar hilfreiche Tricks:

Ab besten sollten Sie "Ich-Botschaften" senden. Also zum Beispiel "ich wünsche mir, dass wir mehr gemeinsam machen/ ich fühle mich schlecht damit, wenn du…" und nicht "Du machst xy – falsch, Du machst nie…". So lassen sich eigene Bedürfnisse und Wünsche besser kommunizieren.