Mordkommission in Hannover ermittelt

Prostituierte (53) tot und gefesselt in Wohnung gefunden - Zweiter Verdächtiger (35) festgenommen

Zwei Männer tragen die Leiche der 53-Jährigen aus ihrem Wohnhaus.
Zwei Männer tragen die Leiche der 53-Jährigen aus ihrem Wohnhaus.
© dpa, -, tnn htf

28. September 2021 - 17:42 Uhr

Mann (35) im Fall der getöteten Sexarbeiterin aus Hannover festgenommen

Leblos und gefesselt fand ein Nachbar die 53 Jahre alte Prostituierte auf dem Boden liegend in ihrer Wohnung in Hannover. Der 46-Jährige alarmierte die Polizei, die Beamten nahmen umgehend die Ermittlungen auf. Am Freitag dann der erste Erfolg: Ein 25-Jähriger konnte festgenommen werden. Vier Tage später schlägt die Polizei erneut zu.

Frau (53) arbeitete als Prostituierte in ihrer privaten Wohnung in Hannover

Ein 35-jähriger Tatverdächtiger aus dem Raum Hildesheim sei am Dienstag im Fall der getöteten Sexarbeiterin festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Nachmittag mit. Er bestritt zunächst, mit der Tat etwas zu tun zu haben. Am Mittwoch soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Dann wollen die Ermittler der Mordkommission "Flemes" auch weitere Einzelheiten bekanntgeben.

Die 53-Jährige war am 19. September leblos und gefesselt von einem Nachbarn in ihrer Wohnung im Stadtteil Stöcken entdeckt worden. Dort hatte sie als Prostituierte gearbeitet.

Ermittler fanden DNA-Spuren eines Tatverdächtigen (25)

Ein 25-jähriger Verdächtiger sitzt bereits seit dem 24. September in Untersuchungshaft. Dem Iraker wird Totschlag vorgeworfen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er räumte ein, zur Tatzeit am Tatort gewesen zu sein. Er sei mit Hilfe von Telefondaten aufgespürt worden.

Nach eigener Darstellung war er aber nicht in der Wohnung der Frau, weil ihm niemand geöffnet habe, erklärte er.

ABER: Die Ermittler fanden seine DNA-Spuren in der Wohnung der 53-Jährigen.

Nun soll eine SIM-Karte aus dem Handy des Verdächtigen weitere Beweise liefern. Diese will der 25-Jährige jedoch weggeworfen haben. Die Polizei sucht nun mit einem Datenträger-Spürhund nach dem Chip. Bislang sei dieser nicht gefunden worden, heißt es. (dpa/ mor)