Vorfall wird jetzt untersucht

Video zeigt, wie ein Hamburger Polizist einen 16-Jährigen ins Gesicht schlägt

Bei einem Einsatz im Hamburger Stadtpark wurde ein Polizist dabei gefilmt, wie er einen 16-Jährigen ins Gesicht schlägt.
Bei einem Einsatz im Hamburger Stadtpark wurde ein Polizist dabei gefilmt, wie er einen 16-Jährigen ins Gesicht schlägt.
© Generation Hamburg/Instagram

01. Juli 2021 - 17:25 Uhr

Video zeigt die Szene im Hamburger Stadtpark

Ein Jugendlicher liegt am Boden und wird von einem Polizeibeamten festgehalten. Dann holt der Polizist plötzlich aus und schlägt dem Teenager mitten ins Gesicht. Diese Szene soll sich bei einem Polizeieinsatz im Hamburger Stadtpark abgespielt haben. Die Polizei überprüft den Vorfall nun, nachdem ein Video davon auf Instagram aufgetaucht ist.

16-Jähriger soll sich gegen die Polizei im Hamburger Stadtpark gewehrt haben

Die Polizei ordnet ihn einem Einsatz vom Samstagabend zu, wie ein Sprecher mitteilte. Einsatzkräfte hätten eine Personengruppe im Stadtpark auf die Corona-Regeln hingewiesen. Dann eskalierte die Situation offenbar.

Ein 16-Jähriger habe die Beamten beleidigt und Widerstand geleistet. Er sei zu Boden gebracht worden und habe dennoch weiter Widerstand geleistet. "In dieser Situation erfolgte offenbar der auf dem Video zu sehende Faustschlag, woraufhin der Jugendliche sich zunächst beruhigte und seinen Widerstand jedenfalls kurzzeitig einstellte", teilte der Sprecher mit.

16-Jähriger und Polizist wurden bei dem Einsatz verletzt

Der junge Mann habe Hautabschürfungen im Gesicht und an den Armen davongetragen, eine Behandlung aber abgelehnt. Auch der festnehmende Polizist sei verletzt und später im Krankenhaus behandelt worden.

Gegen den Jugendlichen werde wegen des Verdachts der Beleidigung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Das polizeiliche Einschreiten werde durch das Dezernat Interne Ermittlungen überprüft. Die Polizei wies darauf hin, dass das Video nur einen Ausschnitt zeige und nicht das Einschreiten insgesamt abbilde. Die Anwendung unmittelbaren Zwangs erfolge immer auf Basis rechtlicher Vorgaben und erst, wenn dies aufgrund des Verhaltens erforderlich werde, betonte der Sprecher. (dpa/jgr)