Günstige Autoversicherung finden mit dem Kfz-Versicherungstest

© dpa, Armin Weigel

10. Februar 2016 - 16:09 Uhr

Verdeckte Preiserhöhungen – darauf müssen sich viele Fahrzeughalter gefasst machen. Denn was bei vielen Kfz-Versicherungen zunächst wie eine Preissenkung aussieht, liegt tatsächlich daran, dass die Einstufung in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse erfolgt. Tatsächlich steigen die Preise für die Autoversicherung Jahr für Jahr. Grund genug, sich nach einer günstigeren Kfz-Versicherung umzusehen. Die Zeitschrift Finanztest hat deshalb in ihrer aktuellen Ausgabe Autoversicherungen getestet.

Woran die Kunden eine verdeckte Preiserhöhung erkennen, erklären die Versicherungsexperten von Finanztest: In der Jahresrechnung weisen die meisten Versicherungsunternehmen den sogenannten Vergleichsbetrag aus. So kann zum Beispiel im Kleingedruckten stehen: "Ohne Beitragsänderungen würde der bisherige Betrag – berechnet mit der neuen SF-Klasse – X Euro betragen." Ist der dort mit X ausgewiesene Betrag niedriger als die neue Rechnung, liegt eine Preiserhöhung vor. Nur: Den meisten Kunden fällt das gar nicht auf.

In der Regel gilt: Jedes Jahr sollten die Preise verglichen werden – und das ist gar nicht so einfach. Denn die Beiträge setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Die Jahresfahrleistung spielt eine entscheidende Rolle, aber auch das Alter des Versicherungsnehmers oder der Fahrerkreis.

Besonders teuer ist die Kfz-Versicherung für junge Autofahrer. Ausgerechnet die Verkehrsteilnehmer, die besonders wenig Geld zur Verfügung haben, müssen ganz tief in die Tasche greifen. Alleine für die Haftpflichtversicherung müssen Führerscheinneulinge bei der Itzehoer Versicherung 1.426 Euro im Jahr bezahlen – und das ist der günstigste Anbieter. Für den teuersten Tarif im Test werden sogar 4.153 Euro fällig.

Viel günstiger ist es, wenn Fahranfänger das Auto der Eltern mit benutzen. Wenn das volljährige Kind nach dem begleiteten Fahren das elterliche Fahrzeug nutzt, kostet die Haftpflicht plus Teilkasko 445 Euro im Jahr – und das für die ganze Familie. Für ein Paar mittleren Alters mit Kindern, die noch keinen Führerschein haben, wird es noch günstiger. 227 kostet beim Anbieter Direct Line die Haftpflicht plus Teilkasko.

Vielfahrer sind oft unterwegs und verfügen über viel Fahrroutine, aber die zusätzlichen Kilometer kosten Geld. Die Haftpflicht plus Vollkasko kostet bei der DA Deutsche Allgemeine 340 Euro im Jahr. Die Direct Line ist mit 410 Euro rund 70 Euro teurer, aber immer noch günstig. Denn der teuerste Tarif im Test kostet immerhin 956 Euro.

Für die Verbraucher gilt: Nach Erhalt der Jahresrechnung einen Check durchführen, ob es nicht doch günstiger geht. Einen guten Überblick bieten Vergleichsportale wie transparo.de. Dort sind auch viele günstige Anbieter gelistet, die Finanztest empfiehlt.