„Wir haben Tage, an denen wir die Körbe nicht befüllen können."

Gießen: Die Tafel ist in Not - Lebensmittelknappheit sorgt für leere Teller

Lebensmittelknappheit sorgt für leere Teller Tafel in Not
02:49 min
Tafel in Not
Lebensmittelknappheit sorgt für leere Teller

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Es sind einfach zu wenige Lebensmittel vorhanden. Die Tafel in Gießen muss 3.200 Menschen pro Woche versorgen, doch die Vorräte reichen bald nicht mehr aus. Durch Corona kommen weniger Lebensmittel und finanzielle Spenden rein und auch der Krieg in der Ukraine macht sich bemerkbar. Immer mehr Menschen brauchen Unterstützung, so auch Geflüchtete. Die ukrainische Familie Pluhatyrov hat Glück, sie können einmal die Woche zum Essen kommen.

Leere Körbe haben sie noch nie erlebt

Es ist eine schwierige Zeit für die Tafel in Gießen. Sowohl Corona als auch der Krieg in der Ukraine könnten bald für leere Teller sorgen. Anna Conrad und ihr Team der Tafel Gießen sind auf Lebensmittel und finanzielle Spenden angewiesen, sie müssen wöchentlich mehrere Tausend Menschen versorgen: „Wir haben Tage, an denen wir die Körbe nicht befüllen können. Letzte Woche 5 Brote für 120 Haushalte. Das ist dann sehr schwer auszuhalten“, so Anna. Auch ihre Kollegin Sabine Kirchhof hat so etwas noch nicht erlebt. Normalerweise sind die Körbe so befüllt, dass sie nicht wissen, wo sie mit der Ausgabe anfangen sollen.

Familie Pluhatyrov braucht die Tafel

Durch den Krieg in der Ukraine sind Familien wie Serhii Pluhatyrovs auf Hilfe angewiesen. Sie kommen einmal die Woche zur Tafel - Serhii und sein Vater wohnen eigentlich in Kiew. Als der Krieg begann, waren sie bei den Großeltern in Gießen zu Besuch. Die wohnen bereits seit über 20 Jahren hier. Serhiis Mutter ist immer noch im Kriegsgebiet. „Wir leben gerade von dem Geld, das unsere Großeltern vom Sozialamt bekommen, weil wir kein Geld von der Ukraine mehr haben“, so Serhii. Die Familie ist auf die Tafel angewiesen.

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Für jede Spende dankbar

Anna Conrad und ihr Team sind für jede Spende dankbar. Auch Hagen Paul aus Polheim will helfen und hat einen ganzen Kofferraum voller Lebensmittel mitgebracht: „Ich hoffe, dass ich nie in die Situation komme, aber wenn, dann würde ich auch gerne was vorfinden und das war der Antrieb, den anderen zu helfen.“ (hdi)

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