Gesundheitslexikon
Gesundheitsbegriffe einfach erklärt

Gesundheitslexikon: Fluorid

Fluorid – Baustoff für Knochen und Zähne

Fluorid ist eine Fluorverbindung und spielt insbesondere im Bereich der Zahngesundheit eine Rolle. In Kombination mit Mineralstoffen wie Natrium ist es als Natriumfluorid ein Bestandteil vieler Zahnpasten. Einige Länder reichern ihr Trinkwasser mit Fluorid an, z. B. die USA und die Schweiz. In Deutschland gibt es u. a. angereicherte Speisesalze und Mineralwässer. Da es Studien zufolge einen Zusammenhang zwischen dem Rückgang von Karieserkrankungen und dem Einsatz von Fluoriden gibt, werden insbesondere fluoridhaltige Zahnpflegemittel von vielen Zahnärzten empfohlen. Im Bereich der Knochengesundheit spielt die Zuführung von Fluoriden eine untergeordnete Rolle, da hier aktuellen Untersuchungen zufolge die Risiken einen möglichen Nutzen überwiegen.

Wozu braucht der Körper Fluorid?

Fluorid ist ein natürlicher Baustoff von Zähnen und Knochen. Als Teil des Zahnschmelzes erhöht Fluorid die Widerstandsfähigkeit gegenüber eindringenden Bakterien. Unterstützt wird dieser Stoff dabei von weiteren wichtigen Bestandteilen, u. a. Mineralstoffen wie Kalzium. Die Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz sorgen dafür, dass die bei der Nahrungsaufnahme und -verdauung entstehenden Säuren neutralisiert werden können. Dies wiederum führt zu einer vorübergehenden Aufweichung des Zahnschmelzes, bis sich wieder genügend Mineralstoffe eingelagert haben. Dauert der Aufbau des Zahnschmelzes zu lange, können krankmachende Erreger leichter eindringen und zu Karies führen. Die verbrauchten Mineralstoffe müssen dem Zahnschmelz also möglichst rasch wieder zugeführt werden. Der Körper holt sie sich aus dem Speichel, unterstützt von Fluorid. Fachleute gehen davon aus, dass von außen zugeführtes Fluorid den Zähnen dabei hilft, benötigte Mineralstoffe rascher aufzunehmen. Fluorid aus Zahnpasten soll zusätzlich einen Schutzfilm auf den Zähnen bilden. Im Bereich der Knochengesundheit unterstützt Fluorid den Aufbau des Knochenmaterials.

Was passiert bei einem Mangel an Fluorid?

Bei einem Mangel an Fluorid kann der Zahnschmelz dauerhaft geschwächt werden. Die Folge ist möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Karies. Fachleute halten in der Regel das im Speichel vorhandene körpereigene Fluorid nicht für ausreichend, um den Zahnschmelz zufriedenstellend zu versorgen und empfehlen daher die Verwendung fluoridhaltiger Zahnpflegeprodukte. An den Knochen soll ein Mangel an Fluorid sich negativ auf die Knochendichte auswirken und darüber das Risiko für Knochenbrüche erhöhen. Der Nutzen einer ergänzenden Einnahme von Fluoridtabletten ist jedoch sehr umstritten.

Was passiert bei einer Überdosierung von Fluorid?

Ein Zuviel an Fluorid wird vom Körper nicht ausgeschieden, sondern eingelagert. An den Zähnen kann sich das in Form von weißen Linien oder Flecken bemerkbar machen. Diese als ,Fluorose‘ bezeichnete Erscheinung gilt in ihrer leichten Form als harmlos und tritt hierzulande selten in schwerer Form auf. Theoretisch sind auch Vergiftungserscheinungen möglich, vor allem bei einer Tabletteneinnahme. Am Knochengerüst kann eine Überdosierung wiederum zu einer erhöhten Brüchigkeit führen.

Hinweise

Wenn Sie Bedenken haben, fluoridhaltige Mittel einzusetzen oder an Alternativen denken, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt, Zahnarzt oder Heilpraktiker. Als ein Beispiel für mögliche Alternativen oder Ergänzungen gelten u. a. als ,Heilwasser‘ bezeichnete Mineralwässer. Sie verfügen über einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Fluorid und können die Zahn- und Knochengesundheit unterstützen.

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