Gesundheitslexikon: Mineralstoffe (Minerale)

18. Juni 2019 - 11:29 Uhr

Mineralstoffe und Minerale - lebensnotwendige Nährstoffe mit vielen Aufgaben

Zum Leben und für einen funktionierenden Organismus benötigt der Körper eine Reihe von Brennstoffen. Dazu zählen neben Wasser, Kohlenhydraten, Vitaminen und Fetten auch die Mineralstoffe. Diese übernehmen diverse Aufgaben im Körper – so dienen sie zum Beispiel als Fundament für Knochen oder Zähne. Darüber hinaus sind Mineralstoffe an verschiedenen Stoffwechselprozessen entscheidend beteiligt. Doch welche Mineralstoffe gibt es eigentlich? Und welche Mineralstoffe sind für welche Prozesse wichtig? Was passiert bei einem Mangel? Der folgende Text gibt einen Einblick.

Was genau sind Mineralstoffe?

Bei Mineralstoffen handelt es sich um anorganische Stoffe und Verbindungen. Sie sind lebenswichtig, da sie für beinahe alle biochemischen Vorgänge im Körper verantwortlich sind – der Haken dabei: Sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Daher sollten Sie stets darauf achten, diese Mineralstoffe in ausreichender Menge zu sich zu nehmen, um Ihre Gesundheit zu gewährleisten. Dies funktioniert entweder über die normale Nahrung oder mithilfe von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln, sogenannten Supplements. Innerhalb der Mineralstoffe unterscheidet man noch einmal zwischen Spurenelementen und Mengenelementen.

Die verschiedenen Mineralstoffe und ihre Funktionen

Es gibt eine Vielzahl von Mineralstoffen, die allesamt unterschiedliche Funktion besitzen und sich auch selbst untereinander beeinflussen können. Wichtig ist, dass sie in der richtigen Dosierung zugeführt werden, da sowohl eine Über- als auch Unterversorgung negative Auswirkungen auf den Körper haben kann. Wenn Mineralien fehlen, kann es etwa zu Fehlfunktionen der Muskulatur oder des allgemeinen Nervensystems kommen. Hier ein Auszug einiger Mineralstoffe und deren Funktionen:

  • Calcium: entscheidend beteiligt am Aufbau von Knochen- und Zahnsubstanz
  • Chrom: wichtig für den Kohlenhydratstoffwechsel
  • Eisen: essentiell für den Sauerstofftransport im Blut
  • Jod: Es handelt sich um einen eminent wichtigen Mineralstoff für eine normale Schilddrüsenfunktion
  • Kalium: hilft dabei, den Blutdruck zu regulieren. Außerdem übernimmt es eine Schlüsselfunktion bei der Regulation des Wasserhaushalts
  • Magnesium: Magnesium ist wichtig, um die Reizübertragung von den Nerven auf die Muskeln sicherzustellen

Welche Komplikationen können in Verbindung mit Mineralstoffen auftauchen?

Wie bereits erwähnt, kann sowohl die Über- als auch die Unterdosierung zu körperlichen Schäden führen. Eine Unterdosierung etwa kann nicht nur bei Mangelernährung vorliegen, sondern auch bei Krankheiten oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente. Wenn etwa harntreibende Medikamente eingenommen werden – sogenannte Diuretika –, kann ein erhöhter Bedarf an Mineralien bestehen. Bei Krankheiten wie Durchfall verliert der Patient ebenfalls Mineralstoffe. Auch Sportler verlieren über den Schweiß diese Mineralstoffe, die über die Ernährung oder Präparate wieder zugeführt werden müssen.

Wie viele Mineralien sollten Sie zu sich nehmen?

Allerdings ist es nicht ratsam, Mineralstoffe ohne ärztlichen Rat zuzuführen. So kann nicht gewährleistet werden, dass der Patient genau die Menge zu sich nimmt, die er benötigt. Am besten lässt sich ein Mangel über ein Blutbild feststellen. Anhand dieses Blutbilds sehen die Ärzte dann, wo ein Mangel oder sogar eine Überdosierung besteht. Die Werte machen es möglich, eine exakte Dosierung in die Wege zu leiten. Aus diesem Grund sollten Sie nicht auf eigene Faust handeln, sondern vor einer Einnahme von Supplements mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen. Er kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden. Die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln ist nicht immer sinnvoll und kann Ihnen bei falscher Dosierung oder Kombination sogar schaden. Lassen Sie sich daher von einem Arzt oder Apotheker beraten. Schwangere sollten mit ihrem Frauenarzt sprechen. Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung oder Lebensweise.