Vom Stinke-Geruch bis zum Abnehm-Mythos

Die 5 größten Irrtümer übers Schwitzen

Eine junge Frau sitzt in ihrem Wohnzimmer auf der Couch und hat einen großen Ventilator vor sich stehen.
Das Thema Schwitzen bringt sehr viele Irrtümer mit sich.
fizkes

Es ist sommerlich, die Temperaturen steigen, Schwitzen ist jetzt keine Seltenheit mehr. So manchem Zeitgenossen mit beißendem Körpergeruch haben wir bereits den Wechsel oder überhaupt die Nutzung eines Deos nahegelegt. Doch ist es damit überhaupt getan? Stinkt Schweiß wirklich, fördern viele Achselhaare Schweißausbrüche oder ist ein kaltes Getränk tatsächlich das einzig sinnvolle, um abzukühlen?

Das sind die fünf größten Irrtümer zum Thema Schwitzen:

Irrtum 1: Schweiß stinkt!

Weit gefehlt, denn frischer Schweiß ist nahezu geruchlos. Wer also schweißgebadet auf seinen Gegenüber zugeht, muss diesen nicht zwingend mit unangenehmem Körpergeruch belästigen. Übel riecht es jedoch, wenn Hautbakterien ins Spiel kommen. Denn diese zersetzen den Schweiß und dann beginnt es wirklich zu stinken. Besonders „gute Bedingungen" für die Bakterien bieten Achselhöhlen oder warm eingepackte Füße.

Irrtum 2: Achselhaare fördern Schweißausbrüche!

Hilft eine Rasur gegen den Schweißgeruch?
Rasieren gegen Schweißgeruch?
iStockphoto

Auch das stimmt nicht! Wer sich die Achselhaare rasiert, wird deswegen nicht weniger schwitzen. Denn egal ob mit oder ohne Haare – man schwitzt immer gleich stark. Vorteilhaft ist die Rasur jedoch in Bezug auf den Geruch, denn der Schweiß setzt sich meist in den Haaren fest und kann dort nach einiger Zeit einen unangenehmen Geruch verursachen.

Lese-Tipp: Schwitzen im Intimbereich – die besten Tipps und Hausmittel.

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Irrtum 3: Dicke schwitzen mehr!

Fehleinschätzung! Denn auch diese Annahme stimmt nur bedingt. Zwar schwitzen beleibtere Menschen oft schneller als Normalgewichtige, aber dafür ist nicht das Körperfett verantwortlich. Vielmehr lösen die Muskeln den Schweiß aus. Sie bilden Wärme, die über den Schweiß wieder abgeführt werden muss. Je mehr Gewicht ein Mensch hat, desto mehr Muskeln hat er auch. Und eben das bedeutet stärkere Transpiration.

Irrtum 4: Durchs Schwitzen nimmt man ab!

Leider stimmt auch das nicht. Zwar verlieren wir durchs Schwitzen kurzfristig etwas an Gewicht, doch dieser Verlust resultiert lediglich aus dem ausgeschwitzten Wasser. Unser Körperfett schmilzt bei der Hitze leider nicht. Deswegen ist der Gang in die Sauna zwar sehr gesund. Um aber abzunehmen, müssen wir uns wohl oder übel mit etwas Sport anfreunden. Denn nur damit können wir mehr als Wasser – nämlich auch Kalorien und damit Fett – abbauen.

Irrtum 5: Kalte Getränke kühlen den Körper ab!

Ein Glas Eistee, mit Eiswürfeln und Zitrone, steht schön angerichtet auf einem Tisch.
Ein kaltes Getränk verhindert nicht, dass wir schwitzen.
Getty Images/iStockphoto, fermate

Schön wär’s - doch genau das Gegenteil ist der Fall. Denn während kalte Getränke unseren Hals und Magen kühlen, signalisieren wir unserem Körper, dass es kalt ist. Folgerichtig fährt unser Biorhythmus hoch und die innere Wärmeproduktion wird angekurbelt. Deswegen empfehlen Experten trotz der Hitze draußen warme Getränke, vor allem die Zufuhr von ausreichend Flüssigkeiten.

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