Astone Man wurde nur fünf Jahre alt

Pferd stirbt nach Sturz bei Rennen in Köln

13. Juni 2019 - 9:29 Uhr

Im Video: Beinbruch auf der Zielgeraden

Bestes Wetter, viele Zuschauer an der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch - dann der große Schock. Im dritten Rennen des Pfingstmontags liegt Jockey Robin Weber auf seinem Pferd Astone Man an der Spitze des Feldes. Ganz außen, dicht am Gatter zu den jubelnden Zuschauern, kommt der Dunkel-Braunschimmel ins Stolpern. Das rechte Vorderbein bricht im Zielsprint des Galopprennens, Robin Weber stürzt vom Pferd, das schwerverletzte Tier bleibt liegen. Den heftigen Sturz des fünfjährigen Hengstes sehen Sie im Video.

Reiter Robin Weber bleibt unverletzt

Der Jockey stürzt vom Pferd, rollt sich bei Hochsttempo ab und bleibt unverletzt. Robin Weber hat Glück, dass die anderen zwölf Rennpferde weiter innen auf dem Geläuf um den Sieg kämpfen. Er kann die Strecke wenige Minuten später unverletzt verlassen. Helfer sind sofort nach Rennende vor Ort, mit Sichtschutzplanen wird das verletzte Pferd vor den Blicken der geschockten Zuschauer geschützt. Tiernotärzte kümmern sich um Astone Man.

Doch für das Rennpferd kommt jede Hilfe zu spät. Es musste nach dem Beinbruch eingeschläfert werden, wie Tierschützer berichten. "Astone Man wurde noch auf dem Geläuf in die Obhut der Tierärzte übergeben, konnte aber nicht gerettet werden", erklärte der Veranstalter, der Kölner Renn-Verein 1897 e.V. Über das Schicksal des Pferdes sei an der Rennbahn nicht ausreichend informiert worden, kritisierten Besucher in den sozialen Netzwerken.

Veranstalter widerspricht Kritik

Der Kölner Renn-Verein 1897 e.V. widerspricht dieser Darstellung. Der Strecken-Kommentator habe die Zuschauer auf dem Gelände informiert, dass das Pferd tierärztlich intensiv betreut werde. Auch auf der Bühne für die Siegerehrung thematisierte der Moderator den Sturz sowie den Gesundheitszustand von Pferd und Reiter nach RTL-Informationen noch vor dem folgenden Rennen.

Das Hauptrennen am Pfingstmontag war das "Sparkasse KölnBonn Union-Rennen", das Eduardo Pedroza auf Laccario gewann. "12.500 Zuschauer feierten den eindrucksvollen Sieger beim traditionsreichsten deutschen Galopprennen", wie der Veranstalter mitteilte.

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Tierschützer kritisieren Pferderennen

"Die Pferde werden gequält, leben in Angst, sterben in vielen Fällen viel zu jung", kritisieren Tierschützer von "Animals United". Oft komme es zu Ermüdungsbrüchen, "in vollem Tempo bricht sich das Pferd ein Bein", so die Tierschützer weiter. Das sei das Todesurteil des Tieres sofort auf der Bahn.