Deutsches Quartett mit Trainer Tuchel schaltet Real Madrid aus

Werner köpft Chelsea ins Finale der Champions League

Matchwinner Timo Werner (M.) jubelt
Matchwinner Timo Werner (M.) jubelt
© dpa, Alastair Grant, exa

05. Mai 2021 - 23:37 Uhr

Timo Werner ebnet den Final-Weg

Was wurde Timo Werner zuletzt gescholten. Er sei der Stürmer, der das Tor nicht trifft. Der deutsche Nationalspieler vergab Großchancen und saß sogar auf der Ersatzbank beim FC Chelsea. Doch im Halbfinale der Champions League war der deutsche Nationalspieler mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Real Madrid der Matchwinner. Das 2:0 im Rückspiel gegen die Madrilenen reichte dem Team von Trainer Thomas Tuchel zum Einzug ins Finale gegen Manchester City am 29. Mai in Istanbul.

FC Chelsea - Real Madrid 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Werner (27.), 2:0 Mount (85.)

Tuchels Vertrauen zahlt sich aus

"Wir sind mit ihm gefährlicher und vertrauen ihm, sonst würde er nicht spielen," sagte Tuchel vor Anpfiff bei Sky. Und er sollte Recht behalten. Zwar wurde Werner in der 18. Minute noch ein vermeintliches Tor durch eine Abseitsstellung abgepfiffen, neun Minuten später stand er dann nach einem Lupfer von Nationalmannschaftkollege Kai Havertz goldrichtig und köpfte freistehend aus fünf Metern ein.

Real versuchte nach dem Rückstand, das Spiel zu kontrollieren, doch Chelsea blieb bissig und schaltete über Havertz und den schnellen Werner gefährlich um. Von den Gästen kam in Abschnitt eins insgesamt zu wenig.

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Chelsea betreibt Chancenwucher

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Chelsea das gefährlichere Team, betrieb aber Chancenwucher. Havertz traf zum zweiten Mal die Latte (47.), Mount (54.) verzog aus acht Metern über den Querbalken und erneut Havertz, der freistehend an Courtois scheiterte (60.).

Und Real? Spielte merkwürdig passiv, bekam nur selten Zugriff aufs Spiel. Toni Kroos verteilte gewohnt die Bälle, kam dabei jedoch zu selten in die Tiefe. Nach dem 1:1 im Hinspiel waren die Voraussetzungen klar: Real brauchte an der Stamford Bridge zwingend ein Tor. Doch an diesem Abend war der Auftritt der Gäste einfach nicht gut genug.

Toni Rüdiger postet Schnappschuss aus Mannschaftskabine

Deutsches Quartett trifft auf Manchester City

Deutlich besser machte es Werner. Bis zu seiner Auswechslung nach 67 Minuten lief Werner viel und schnell, ackerte vorne wie hinten. Hier versprang ihm ein Ball, da stimmte der Laufweg nicht. Dennoch: An diesem Abend verstummten seine zahlreichen Kritiker. Es war der Abend des Timo Werner.

Ende Mai wartet nun Manchester City mit Pep Guardiola und Ilkay Gündogan auf das deutsche Quartett um Tuchel, Rüdiger, Havertz und Werner. "Wir haben den Sieg verdient. Die erste Halbzeit war hart, aber wir haben nie den Hunger und die Leidenschaft in der Abwehr verloren. Es war eine fantastische Leistung, vor allem in der zweiten Halbzeit", sagte Tuchel am DAZN-Mikrofon und freute sich auf das Finale.

CNI