Prof. Timo Ulrichs

Mit der Freigabe von AstraZeneca können Menschen schneller einen Impftermin bekommen

07. Mai 2021 - 8:31 Uhr

Bislang wird AstraZeneca in vielen Bundesländern nur über 60jährigen gespritzt

In einigen Bundesländern ist der Impfstoff von AstraZeneca schon für alle Altergruppen freigeben, in anderen gilt das wegen der aufgetretenen Thrombosen aber nicht. Da werden weiter nur über 60jährige mit dem Vaczin aus Großbritannien geimpft.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will AstraZeneca jetzt auch für alle Impfwilligen in ganz Deutschland freigeben. Was das für das Impftempo in Deutschland bedeutet, darüber hat RTL-Reporterin Doro Steitz mit dem Epidemiologen Prof Timo Ulrichs gesprochen.

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Impftempo könnte sich erhöhen

Mit der Freigabe so der Epidemiologe Timo Ulrichs könne das Impfen ein wenig schneller vorangehen. "Das sind Maßnahmen, die dann so ein bisschen dazu beitragen können noch weiter in die Breite zu gehen und auch möglicherweise schon Personen miteinzubeziehen, die jetzt in der dritten Gruppe sonst nicht so schnell einen Termin bekommen können. Das hilft natürlich alles, um die Steigerung der Impfrate pro Zeiteinheit nochmal weiter zu erhöhen."

Doch schon im Frühsommer, so schätzt Timo Ulrichs, werden wir weitere Impfstofflieferungen bekommen, so dass die Zeit der Impfstoffknappheit und damit der Priorisierung vorbei sein wird. Dann komme es auf die Kapazität der Impfzentren und Ärzte an und auch auf die Impfbereitschaft der Bevölkerung, um schnell voran zu kommen.

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Vorsicht bei den Lockerungen

Die zweite Welle habe gezeigt, wozu zu schnelle Lockerungen führen können. "Wir sind ja damit nicht ganz runter gekommen, obwohl wir schon ganz tolle Pläne hatten für die Zeit, dass wir dann 50 Neuinfizierte haben, oder sogar 35," doch dann so Ulrichs, haben unvorsichtige Öffnungen den positiven Trend gestoppt.

"Deswegen müssen wir jetzt auch sehr vorsichtig sein. Eigentlich spricht sehr viel dafür, dass wir es gut schaffen werden ganz runter zu kommen. Aber wir müssen wirklich noch sehr zurückhaltend sein, was die Öffnungen angeht, sagt der Wissenschaftler.

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