Das wissen wir über den Tatverdächtigen

Kind vor Zug gestoßen: Mutmaßlicher Täter hat Frau und drei Kinder

© dpa, Frank Rumpenhorst, fru skm

30. Juli 2019 - 12:05 Uhr

Eritreer lebt seit 2006 im Schweizer Kanton Zürich

Ein achtjähriger Junge stirbt, nachdem ein Mann ihn am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden Zug stößt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und zweifachen Mordversuchs. Einen 40-Jährigen nahm die Polizei direkt nach der Tat fest. Er soll auch die Mutter des Kindes aufs Gleis geschubst und eine weitere Person attackiert haben, beide konnten sich retten. Der mutmaßliche Täter stammt aus Eritrea. In den sozialen Medien kursieren bereits ausländerfeindliche Gerüchte. Was ist über den in der Schweiz lebenden Tatverdächtigen wirklich bekannt und bestätigt?

Mann ist verheiratet und hat drei Kinder

Der 40-jährige Tatverdächtige lebt seit 2006 in der Schweiz. Der Mann wohnt im Kanton Zürich und hat eine Niederlassungsbewilligung, wie die Kantonspolizei Zürich auf Twitter bekannt gab. Eine Niederlassungsbewilligung erhält in der Schweiz, wer mindestens zehn Jahre dort mit Aufenthaltsgenehmigung gelebt hat. Es müssen Integrationskriterien eingehalten werden. Dies ist bei dem Eritreer demnach der Fall. Außerdem hat er in der Schweiz weder Straftaten begangen, noch Schulden gehabt oder Sozialhilfe bezogen haben.

"Der Eritreer ist verheiratet und hat drei Kinder", sagte die Frankfurter Oberstaatsanwältin Nadja Niesen während der Pressekonferenz zum mutmaßlichen Mord. Bisher gibt es keine Erkenntnisse, warum der Familienvater sich in Frankfurt am Main aufhielt. Zum Tatmotiv schweigt der mutmaßliche Täter laut Staatsanwaltschaft. Er wird im Laufe des Dienstags dem Haftrichter vorgeführt.

Im Video: RTL-Reporterin saß in dem Zug

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