Großer Aktionstag bei Opel

IG Metall ruft zum Protest gegen harte Konzernpolitik

29. Oktober 2021 - 17:01 Uhr

Kundgebungen an allen deutschen Standorten

Mit einem bundesweiten Aktionstag der IG Metall protestierten heute Opelmitarbeiter und Mitarbeiterinnen gegen die harte Krisenpolitik des Mutterkonzerns Stellantis. Die Veranstaltungen fanden an den Opel-Standorten Kaiserslautern und Eisenach statt, während die Rüsselsheimer Belegschaft zur Kundgebung im nahen Frankfurt aufgerufen war.

Stellenabbau und drohende Schließungen

Seit der Übernahme durch die Peugeot-Mutter PSA im August 2017 werden bei Opel Arbeitsplätze abgebaut und Abläufe gestrafft. Durch die Fusion von PSA mit Fiat-Chrysler zum neuen Stellantis-Konzern, ist die Situation der einzigen deutschen Marke noch unsicherer geworden. So muss das Werk Eisenach bis zum Jahresende eine Zwangspause mit Kurzarbeit einlegen. Zuletzt waren Pläne bekannt geworden, die eigentlichen Produktionswerke aus dem deutschen Opel-Verbund herauszulösen. Zudem wird zum Jahresende die Werkzeugmacherei in Rüsselsheim geschlossen. Das Management begründet die Schließung mit mangelnder Auslastung und dem Wandel hin zur E-Mobilität.

Belegschaft fordert fairen Wandel

Der bundesweite Aktionstag steht unter dem Motto "Fairwandel? sozial, ökologisch, demokratisch". Er soll laut Ankündigung ein Zeichen setzen für eine aktive Industriepolitik und einen fairen Wandel des Industriestandortes Deutschland. Man erwarte von der Politik Rahmenbedingungen, die einen fairen und nachhaltigen sozial-ökologischen Wandel ermöglichen und die Interessen der Beschäftigten berücksichtigen.(dpa/mva)