Kritik an EU-Flüchtlingspolitik:

Aktivisten besetzten Euro-Zeichen in Frankfurt

Zwei Aktivisten der Seebrücke mit Rauchbomben auf dem besetzten Eurozeichen am Willy-Brandt-Platz.
Zwei Aktivisten der Seebrücke mit Rauchbomben auf dem besetzten Eurozeichen am Willy-Brandt-Platz.
© deutsche presse agentur

03. Juli 2021 - 20:40 Uhr

Protest und Pyrotechnik am Euro-Zeichen in der Frankfurter City

Aktivisten haben am Samstagnachmittag das Euro-Zeichen im Frankfurter Bankenviertel symbolisch besetzt, um gegen die Flüchtlingspolitik der EU zu protestieren.

Europäische Union sei für Geflüchtete "kein Ort der Freiheit"

Kletterer seilten sich ab und befestigten ein Banner mit der Aufschrift "EU kills" sowie eine symbolische Stacheldraht-Installation. Mit der Aktion solle die Symbolik "der EU als Ort der Freizügigkeit und als Hüterin humanitärer Werte in Frage" gestellt werden, sagte eine Sprecherin. Für Geflüchtete sei die EU viel zu oft kein Ort der Offenheit, Freizügigkeit und Freiheit.

Auch Fridays for Future beteiligte sich am Protest

Außerdem forderten die Demonstranten ein Ende der juristischen Verfahren gegen Mitarbeiter der Seenotrettung, die Migranten aus dem Mittelmeer retteten. Nötig seien sichere und legale Zugangswege in die EU, so eine Sprecherin. "Das war erst der Anfang. Unser Kampf für ein Europa für alle geht weiter", schrieben die Organisatoren der 'Seebrücke Frankfurt' auf Twitter. (dpa)