Klare Ansage am Funk

Stallorder stoppte Mick Schumacher im Duell mit Mazepin

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28. Mai 2021 - 19:35 Uhr

Überholen? Nein!

Seinen ersten Monaco-Grand-Prix in der Formel 1 hat Mick Schumacher auf dem letzten Platz beendet. Nach dem heftigen Crash im 3. Training am Tag zuvor immerhin ohne weitere Leitplanken-Küsse. Dabei wäre ein Vorbeikommen am Haas-Teamkollegen wohl drin gewesen. Allerdings funkte sein Team wortwörtlich dazwischen. Stallorder!

Was war da los bei Haas?

23.05.2021, Monaco, Monaco-Ville: Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix von Monaco. Der deutsche Fahrer Mick Schumacher (vorn) vom Haas F1 Team führt vor seinem Teamkollegen Nikita Masepin aus Russland. Foto: Hasan Bratic/dpa +++ dpa-Bil
Hier war Mick Schumacher noch vorne
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Schon in der ersten Runde durchs Fürstentum hatte sich Schumi Jr. Teamkollege Nikita Mazepin geschnappt. In der Haarnadel-Kurve zog er innen vorbei. Trotz leichter Berührung der beiden blieben die Wagen heile, Mazepin zog zurück.

Bei dieser Reihenfolge blieb es dann auch erstmal. Fast 20 Sekunden betrug zwischendurch der Vorsprung. Bis Schumacher Mitte des Rennens plötzlich keine Power mehr hatte. Probleme mit dem Benzindruck. Mazepin huschte vorbei. Kurz darauf waren die Probleme behoben und der Deutsche pirschte sich wieder ran, war eigentlich schneller unterwegs.

Ansage an Mick Schumacher: "Fahr einfach sauber bis zum Ende"

Die Funk-Aufnahmen zeigen nun allerdings, dass Schumacher Mazepin nicht überholen durfte. Die Frage, ob zurückgetauscht werde, verneinte Renningenieur Gary Gannon: "Wir halten die Positionen bis zum Ende des Rennens."

Schumacher weiter: "Kann ich überholen, wenn ich schneller bin?" Die Antwort: "Nein, wir halten die Position. Wir bleiben bis zum Ende des Rennens in dieser Position. Wir wollen beide Autos ins Ziel bekommen, Mick", funkte es aus der Haas-Box zurück. Klare Ansage. Auch Micks weiterer Versuch "Wir sind aber Letzter und Vorletzter" half nichts.

Die Begründung: "Wenn wir versuchen, die Positionen zu tauschen, kommen wir wieder in den Bereich der blauen Flaggen und dann wird es einfach chaotisch. Fahr einfach sauber bis zum Ende."

Gesagt, getan. Schumacher fuhr auf dem 18. und letzten Platz ins Ziel. Nur anderthalb Sekunden hinter dem Stallrivalen.

Schumi jr machten seinem Team allerdings keinen Vorwuf, im Gegenteil. "Wir hatten ein paar Jungs hinter uns, von daher hätten wir blaue Flaggen bekommen", sagte er. (msc)