Steiner heiß auf Zuschauer und neues Format

Sprintrennen Vorteil für Mick und Mazepin? Das sagt der Teamchef

15. Juli 2021 - 12:42 Uhr

"Ich bin kein Kritiker"

Haas-Teamchef Günther Steiner freut sich auf die Fan-Massen in Silverstone. Am Rennwochenende werden dort jeden Tag bis zu 140.000 Motorsport-Fans erwartet. Auch auf das Debüt der Sprintrennen ist der Boss von Mick Schumacher und Nikita Mazepin heiß. Ob er darin einen Vorteil für seine Schützlinge sieht, zeigen wir oben im Video.

Steiner freut sich auf viele Fans

"Ich persönlich finde es gut, dass Zuschauer kommen. Sie haben uns gefehlt", sagte Steiner im exklusiven RTL-Interview zur Fan-Rückkehr in Silverstone. Das habe er schon vor zwei Wochen beim Grand Prix in Österreich erlebt. "Es ist schön, die Leute zu sehen und nicht vor leeren Tribünen zu fahren, den Enthusiasmus zu sehen."

Am Silverstone Circuit wird zum Großen Preis von Großbritannien eine volle Hütte erwartet. Die Tage seien allesamt ausverkauft, meldete der Veranstalter. Bis zu 140.000 Fans pro Tag werden erwartet. So viele gab es seit der Corona-Pandemie bei keinem Rennen. Ticketinhaber müssen entweder einen negativen Schnelltest, der selbst abgenommen und online eingetragen wird, oder den Nachweis über eine vollständige Impfung vorlegen.

Die Regierungen hätten sich sicher Gedanken dazu gemacht, betonte Steiner und verwies auf das EM-Finale am Sonntag in London, das auch vor über 60.000 Fans stattfand. "Ich bin kein Kritiker. Ich denke, sie wissen was sie tun, hoffentlich geht alles gut."

"Hauptsache wir sind nicht Grund für das Chaos"

Sicher sorgt auch das neue Sprintrennen-Format für Fan-Andrang. Auf dieses habe er sich aber nicht speziell vorbereitet, erklärte Steiner. Er werde sich am Donnerstag noch mit seinen Ingenieuren austauschen. "Ich freue mich darauf, da heißt es mal wieder: 'Was haben wir vergessen, was müssen wir machen?'" Man komme "aus der Normalität raus, es ist schön, wenn es etwas Aufregendes gibt".

Ein bisschen Chaos durch Sprintrennen wünscht sich auch der Südtiroler, davon könnten nämlich auch seine Piloten profitieren. "Hauptsache wir sind nicht Grund für das Chaos, dann wäre ich nicht glücklich", sagte Steiner und lachte.

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In der Formel 2 gibt es schon seit Jahren Sprintrennen, Schumacher und Mazepin kennen das Format und die reduzierte Trainingszeit also bestens. Ein Vorteil? "Das würde ich nicht sagen, Vorteil ist es keiner. Auch wenn sie es aus der Formel 2 gewohnt sind. Das Fahren ist das Wichtigste für junge Fahrer", so Steiner.

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Punktejagd wird schwierig

Was wäre für ihn und das Team beim Rennen in Silverstone ein gutes Ergebnis? "Ins Ziel kommen mit der bestmöglichen Platzierung. Bisher haben wir in dieser Saison den 12. Platz geschafft, der 11. wäre auch mal schön. Immer einen Schritt besser machen." Weit zu den Punkten wäre es dann nicht mehr. Allerdings bleibt Steiner realistisch.

Die Chancen auf WM-Punkte schätze er in dieser Saison als "sehr wenig" ein und schiebt hinterher: "Es wird schwer." (msc)