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Formel 1: Selbst Max Verstappen staunt - Red Bull mit spektakulärer "Wundertüte" bei F1-Tests

Formel-1-Testfahrten in Barcelona

Selbst Verstappen staunt: Red Bull mit spektakulärer Wundertüte

Selbst Max Verstappen staunte nicht schlecht. "Das Auto ist komplett anders", sagte der Weltmeister, nachdem er die ersten Runden in seinem neuen Red Bull gedreht hatte. Und tatsächlich war der auffällige RB18 das Tuschelthema bei den laufenden Testfahrten der Formel 1 in Barcelona. Stardesigner Adrian Newey hat wieder einmal den wohl spektakulärsten Entwurf unter den neuen Regeln hingelegt. Im Video ordnet RTL-Experte Felix Görner den neuen „Picasso“ des Design-Gurus ein.

Einzigartiger Kühlereinlass am RB18

"Ich denke, der RB18 sieht gut aus, aber das Wichtigste ist natürlich, dass er schnell ist - das hoffen wir", sagte Verstappen. Klar ist: Im Kampf um die Titelverteidigung wählte Red Bull beim Design teilweise komplett andere Lösungen als etwa die Konkurrenz von Mercedes oder Ferrari.

Schon am 9. Februar zeigte Red Bull erste Bilder des Wagens mit der Startnummer eins, versteckte dabei aber Details. Kein Wunder, dass sich die Fotografen vor der Box drängelten, als das Garagentor nach oben ging. Eine schlanke, hohe Nase, ein einzigartiger Kühlereinlass in der Mitte und ein aggressives Heck - viele spektakuläre Details am Wagen von Verstappen kamen zum Vorschein, die "der Konkurrenz zu denken geben" dürften, wie das Fachmagazin „Auto, Motor und Sport“ analysierte.

Im Video: Verstappens Jungfernfahrt im neuen "Bullen"

Newey, der schon die Weltmeisterautos von Sebastian Vettel zu dessen Red-Bull-Zeiten und noch früher die von McLaren und Williams entwarf, habe eine neue "Wundertüte" erschaffen. Das Superhirn laufe ja immer bei großen Regelreformen "zur Höchstform" auf. Und natürlich interessierte sich auch Rekordchampion Lewis Hamilton für den Wagen des Rivalen, der Mercedes-Star schaute bei Red Bull ganz genau in die Garage. Schließlich hat sich die Königsklasse eine Technik-Reform wie seit Jahren nicht mehr auferlegt, um für mehr Spannung auf der Strecke zu sorgen.

Zwar hatte Verstappens Teamkollege Sergio Perez am Donnerstag technische Probleme mit dem Getriebe, aber das störte die gute Laune beim Brauserennstall kaum. "Mir macht es Spaß, das neue Auto zu fahren", sagte Verstappen. Doch ob das Auto nicht nur optisch überzeugen kann, sondern auch richtig schnell ist, muss sich noch zeigen.

Nach den Testfahrten in Barcelona üben Verstappen und Co. auch noch einmal in Bahrain (10. bis 12. März), ehe dort auf der Wüstenstrecke am Persischen Golf die Saison startet (20. März). Dann zählt es. "Der RB18 sieht echt cool aus. Man sieht ihm förmlich an, wie viel Arbeit in dem Auto steckt. Jedes Team hat seine eigene Interpretation der Regeln gefunden", sagte Perez: "Es wird interessant sein in Bahrain zu sehen, welcher Weg dann der Beste ist." (sid/mar)