Formel-1-Rookie im Interview

Schumacher: Freundschaft mit Vettel "sehr wichtig für mich"

Gute Freunde: Mick Schumacher und Sebastian Vettel.
Gute Freunde: Mick Schumacher und Sebastian Vettel.
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06. Mai 2021 - 16:00 Uhr

"Zu wissen, dass da jemand ist", freut Mick Schumacher

Mick Schumacher ist froh, dass ihm in Sebastian Vettel ein Formel-1-Veteran als Freund und Ratgeber zur Seite steht. Es mache "großen Spaß", sich mit Vettel über Motorsport, "aber auch das private Leben auszutauschen", sagte der Haas-Rookie vor dem Spanien-GP (Sonntag, ab 14 Uhr live bei RTL) im RTL-Interview. "Zu wissen, immer jemanden zu haben, der einem Ratschläge geben kann, die mir nicht nur hier, sondern auch im privaten Leben helfen, ist sehr wichtig für mich."

Vettel eine echte Hilfe für Schumi jr.

Vettels Tipps und Ratschläge seien für ihn "sehr hilfreich, speziell in dieser Anfangszeit. Er hat vier Weltmeisterschaften gewonnen und daher extrem viele Kenntnisse in diesem Sport, die mir weiterhelfen können", so der Formel-1-Neuling.

Das Rennen in Barcelona geht Schumacher mit einer gesunden Portion Skepsis an. "Natürlich ist unser Auto nicht das allerstärkste. Daher müssen wir versuchen, das Beste rauszuholen aus dem, was wir haben. Ich will nicht allzu optimistisch reingehen und dann ein Problem bekommen, weil wir sagen, wir fahren hier in die Punkte", sagte der Formel-2-Champion des Vorjahres. "Ich glaube, es ist zurzeit besser, ein bisschen pessimistisch zu sein und dann überrascht zu werden, dass wir vielleicht doch etwas weiter vorne sind als gedacht."

 5 Sebastian Vettel GER, Aston Martin Cognizant F1 Team, 47 Mick Schumacher GER, Haas F1 Team, F1 Grand Prix of Portugal at Autodromo Internacional do Algarve on May 2, 2021 in Portimao, Portugal. Photo by HOCH ZWEI Portimao Portugal *** 5 Sebastian
Beim Portugal-GP kämpften Vettel und Mick erstmals auf der Strecke gegeneinander
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Duell mit Mazepin nicht so wichtig

Die Bedeutung des (bisher einseitigen) Duells mit seinem Haas-Rivalen Nikita Mazepin spielte Schumi jr. herunter. "Es ist im Moment noch gar nicht so wichtig, immer vorne zu sein. Es ist wichtiger, zu versuchen das Auto und das Team nach vorne zu bringen, damit wir gemeinsam die Punkte für das Team sammeln können, denn das macht am Ende den Unterscheid auch für nächstes Jahr."

Er arbeite mit dem Russen professionell zusammen, um "das Team vorwärts zu bringen", sagte Schumacher. Er kenne Mazepin seit 2013, allerdings nicht sehr gut. "Wir haben jetzt nicht sehr viel miteinander zu tun", so der 22-Jährige.

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Schumacher ist Realist

Die ersten drei Rennen seien grundsätzlich "sehr positiv gelaufen", zog Schumacher ein erstes Mini-Fazit. "Ich denke, dass wir ein paar gute Sachen dabei hatten, natürlich auch ein paar Fehler. Aber durch Fehler lernt man. Wir haben definitiv dazu gelernt. Ich finde, dass wir als Team schon einen großen Sprung nach vorne gemacht haben."

Er fühle sich in der Königsklasse angekommen, "die ganze Arbeit mit dem Team in der kurzen Zeit hat sich sehr gut angefühlt", betonte Schumacher im Gespräch mit RTL-Reporter Peter Reichert.

Von dem guten Start in der Königsklasse lässt sich der Haas-Pilot aber nicht blenden. "Es ist so, dass wir hart an uns arbeiten müssen, hart versuchen müssen, weiterzukommen, versuchen, uns in allen Bereichen zu verbessern, um diesen Trend am Laufen zu halten. Natürlich werden in Zukunft sicher auch negative Sachen dazukommen, aber das heißt nur, dass wir härter an uns arbeiten müssen, um eben diese positiven Schlagzeilen am Leben zu halten."

Mehr zum Interview mit Mick Schumacher sehen Sie in unserer Vorberichterstattung zum Spanien-GP am Sonntag, ab 14 Uhr live bei RTL.

MAR