Verstappen im 1. Austin-Training weit zurück

Auftakt zum US-GP: Mercedes, Mercedes und dann - lange nichts!

Mercedes präsentierte sich zum Auftakt des US-GP bärenstark
Mercedes präsentierte sich zum Auftakt des US-GP bärenstark
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22. Oktober 2021 - 19:58 Uhr

Bottas und Hamilton dominieren 1. Training zum US-GP

Mercedes hat zum Auftakt des Formel-1-Wochenendes in Austin gezeigt, warum Texas als Silber-Territorium gilt. Valtteri Bottas und Lewis Hamilton fuhren der Konkurrenz im 1. Freien Training des US-GP um die Ohren, WM-Leader Max Verstappen wurde im Red Bull mit fast einer Sekunde Rückstand Dritter.

Der überlegenen Pace zum Trotz Sorgenfalten bei Mercedes: Sowohl bei Valtteri Bottas als auch den Motorenkunden Sebastian Vettel (Aston Martin) und George Russell (Williams) mussten Teile oder gar die gesamte Power Unit gewechselt werden. Vettel und Russell müssen deshalb am Sonntag von ganz hinten starten, für Bottas (Verbrenner-Tausch) geht es im Grid fünf Positionen zurück. Der Finne hatte schon in Monza und Sotschi wegen Motorwechseln Startplatzstrafen kassiert.

Verstappen kann nicht mithalten

Die Piloten mit dem Stern ließen die Aggregat-Sorgen auf der Strecke allerdings (noch) kalt. Von Beginn an knallten Bottas und Hamilton schnelle und konstante Zeiten auf die texanische Buckelpiste, wirkten zu jeder Zeit so, als könnten sie eine Schippe drauflegen. Istanbul-Triumphator Bottas raste in 1:34,874 Minuten zur Bestzeit – 45 Tausendstel vor seinem Stallkollegen.

Hamilton – seit der Türkei mit einem frischen Verbrenner im Heck – liegt vor dem 17. Saisonrennen sechs Punkte hinter Verstappen. Der Holländer tat im 1. Training zwar sein Bestes, hatte gegen die Schwarzpfeile aber keine Chance. Hinter den WM-Kontrahenten überzeugte einmal mehr Ferrari: Charles Leclerc ließ sich von einem frühen Austritt nicht beirren und belegte Rang 4.

Alonso früh raus

Eine Session zum Vergessen erlebte Altmeister Fernando Alonso. Aus dem Alpine des Spaniers tropfte es schon in der Installationsrunde, das Team bat Alonso, den Boliden abzustellen. Der 40-Jährige war danach lange zum Zuschauen verdammt, konnte in der Schlussphase aber immerhin noch ein paar Runden drehen.

Vettel drückte zwischenzeitlich mal auf den Pinsel. Nach gut einer halben Stunde leuchtete beim Aston-Martin-Piloten gar eine Bestzeit auf – diese wurde aber sogleich von den Stewards kassiert, weil Vettel in Kurve 9 die Track Limits gerissen hatte. Am Ende belegte der viermalige Weltmister Rang 14. Es wird ihn wenig kratzen. Wegen besagten Motorwechsels muss er sonntags eh von hinten starten, dürfte sich schon voll auf die Rennabstimmung konzentrieren.

Mick Schumacher landete in seinem ersten Austin-Training auf seinem "angestammten" 19. Platz, deutlich vor Haas-Rivale Nikita Mazepin, der mal wieder auf Abwegen unterwegs war. Aufreger aus Mick-Sicht: Kurz vor Ende des Trainings kollidierte er mit Red-Bull-Pilot Sergio Perez, zum Glück ohne große Folgen. "Was ein Idiot, er guckt nicht in die Rückspiegel", schimpfte Perez. (mar)