Last-Minute-Crash der Altmeister

Hier schießt Kimi seinen Kumpel Seb ab

Kimi rammt Seb - und rumms!
Kimi rammt Seb - und rumms!
© Twitter/F1

04. Juli 2021 - 21:15 Uhr

Rumms in Runde 71!

Vorne machte sich Max Verstappen schon bereit zum Jubeln, doch weiter hinten im Feld rappelte es in der letzten Runde beim Österreich-GP zwischen den ehemaligen Teamkollegen und Freunden Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen. Der Finne fuhr dem viermaligen Champion in die Parade, beide flogen ins Kiesbett ab.

Im Kampf um Rang 12 zog Vettel in Kurve 5 an Räikkönen vorbei. Wie aus dem Nichts schoss der "Iceman" seinen alten Scuderia-Kumpel ab, beförderte den Aston Martin und sich ins Kiesbett. Das Aus für Vettel im Kampf um die Goldene Ananas.

Räikkönen: Crash komplett "unnötig"

Im Interview nach dem Rennen sah es Vettel nüchtern: "Das war mit Sicherheit keine Absicht von beiden Seiten. Wir hätten eh nicht in die Punkte fahren können", so der 34-Jährige. "Es war ein bisschen komisch. Wir werden nochmal darüber sprechen."

Eine Erklärung hatte auch Räikkönen nicht parat. "Schwierig zu sagen, was da passiert ist. Die Räder haben sich berührt, dann sind wir abgeflogen", so der Alfa-Romeo-Pilot. "Es hat das Resultat nicht verändert, wir waren außerhalb der Punkte aber es war komplett unnötig."

Acht Fahrer zu den Stewards

Zwischen 2015 und 2018 fuhren Vettel und Räikkönen für die Scuderia Ferrari. Die beiden F1-Stars, die jeweils in der Schweiz leben, sind seit langer Zeit eng befreundet.

Folgen hat der Crash nicht nur für Räikkönen. Gleich acht Piloten mussten nach dem Rennen zu den Kommissaren marschieren. Der Verdacht: Sie hatten die doppelten gelben Flaggen nach dem Crash missachtet und die Geschwindigkeit nicht stark genug gedrosselt.

Das Ergebnis der Untersuchung: Der Finne erhielt eine nachträgliche Durchfahrtstrafe, 20 Sekunden werden auf die Rennzeit addiert. Er kassierte außerdem zwei Strafpunkte. Mehrere weitere Fahrer wie George Russell wurden freigesprochen, dafür kamen Nikita Mazepin (Haas) und Nicholas Latifi nicht ungeschoren davon. Beide bekamen drei Strafpunkte aufgebrummt und eine Stop-and-Go-strafe, die in eine 30 Sekunden Zeitstrafe umgewandelt wurde. Dadurch machte Räikkönen einen Platz gegen Latifi gut. Mazepin behält die Rote Laterne. (msc)