"Es ist Schwachsinn"

Haas-Teamchef Steiner lacht Mazepin-Gerücht weg

15. Juli 2021 - 15:50 Uhr

Putsch? "Ich weiß von nichts"

Haas-Teamchef Günther Steiner hat Gerüchte um eine mögliche Absetzung durch Team-Sponsor und Fahrer-Vater Dmitri Mazepin ins Reich der Fabeln verwiesen. Das Ganze sei "Schwachsinn", sagte er im RTL-Interview. Der Teamboss äußerte sich zudem über das ungleiche Duell seiner beiden Fahrer und beschrieb, mit welchen Führungsqualitäten Mick Schumacher besticht – oben im Video!

Mazepin bekommt in Belgien neues Chassis

Sägt Dmitri Mazepin etwa am Stuhl des Teamchefs? Medienberichte deuteten dies zuletzt an. "Ich weiß nichts davon. Ich bin eigentlich ziemlich zuversichtlich", sagte Steiner im Gespräch mit RTL-Reporter Felix Görner und lachte. Dann wurde er nochmal deutlicher: "Es ist Schwachsinn, was geschrieben worden ist, da wollte jemand was schreiben und ein neues Gerücht streuen." Ohnehin habe Teameigner Gene Haas das Sagen und letzte Wort. "Ihm gehört Team, die Entscheidungen trifft Gene Haas. "Amtsmüde" sei er ganz und gar nicht, sagte er erneut grinsend.

In den Berichten war zu lesen, dass Vater Mazepin unzufrieden sei mit dem schwereren Wagen von Sohn Nikita, sogar Geld für einen Chassis-Tausch geboten haben soll. Steiner unterstrich im RTL-Interview, dass der Gewichtsunterschied einzig und alleine daran liege, dass das Chassis älter sei. "Umso älter Chassis werden, desto schwerer", brachte er es auf den Punkt. Mazepin bekomme, "wenn alles nach Plan läuft, zum Rennen in Spa ein neues Chassis." Schumacher erhalte planmäßig kein neues, "wenn er es nicht kaputt fährt".

Mick legt die Latte hoch

Fakt ist allerdings, dass Mazepin-Sohn Nikita gegen Mick Schumacher regelmäßig kein Land sieht und Rennen für Rennen hinterherfährt. Die genauen Gründe wisse er auch nicht, sagte Steiner. "Wir arbeiten daran, dass Nikita genauso schnell ist wie Mick. Unser Ziel ist, zwei gute Fahrer Ende des Jahres zu haben. Nikita macht Fortschritte. Aber die Latte liege mit Mick "ziemlich hoch".

Steiner glaubt, dass sich Schumacher schneller in der F1 zurechtgefunden habe als sein Stallrivale. "Er hat sich ein bisschen schneller auf die F1 eingestellt." Nikita sei "manchmal gut dabei", aber eben noch nicht konstant genug. "Manche lernen schneller, manche weniger schnell. Ich bin zuversichtlich, dass wir es hinkriegen."

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Steiner schwärmt von Micks Führungsqualitäten

Schumi jr. besteche durch seine Führungsqualitäten, erklärte Steiner. Dies mache sich darin bemerkbar, "wie er mit Leuten umgeht, er gibt ihnen Halt, gibt Zuversicht, ist positiv eingestellt." Auch wenn es mal ein schlechter Tag sei, bleibe Schumi jr. immer positiv. Wenn es selbst mal bei ihm schiefgeht, hebe er immer die Hand hoch und sagte: 'War ich'. "Das haben Leute gerne: Ehrlichkeit. Da sieht man, dass er sehr in diese Rolle reinwächst."

Dabei könne Schumacher auch fordernd sein. "Er pusht auch, absolut. Aber in einer sehr guten Weise. Er weiß schon, was er will. Das ist auch gut so. Man soll pushen, aber nicht push-over sein."

Die nächsten Push-Versuche gibt es am Wochenende, dann steigt in Silverstone der Große Preis Von Großbritannien – und die Sprint-Premiere der Formel 1. (msc)

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