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Formel 1: Daniel Ricciardo crasht sich bei McLaren weiter ins Abseits

Ungewisse Zukunft bei McLaren

Daniel Ricciardo crasht sich weiter ins Abseits

 MONTE-CARLO - Daniel Ricciardo McLaren crashes during 2nd practice session ahead of the F1 Monaco Grand Prix at Circuit de Monaco on May 27, 2022 in Monte-Carlo, Monaco. REMKO DE WAAL F1 Grand Prix van Monaco practice 2 2022 xVIxANPxSportx/xxANPxIVx
Daniel Ricciardo wird von der Unfallstelle geleitet.
www.imago-images.de, IMAGO/ANP, IMAGO/F1 Grand Prix van Monaco

Die miserable Woche von Daniel Ricciardo findet im Fürstentum ihre Fortsetzung. Der McLaren-Pilot crasht im 2. Training seinen Boliden in die Streckenbegrenzung und muss die Session vorzeitig beenden. Die Zukunft im McLaren-Team wird immer ungewisser.

Ricciardo fliegt in Monaco ab

Die einzig positive Nachricht, die Daniel Ricciardo nach dem 2. Training zum Großen Preis von Monaco mitnehmen konnte, lautete: Er ist unverletzt geblieben.

Keine Selbstverständlichkeit. Denn in der Schwimmbad-Passage geriet der 32-Jährige bei über 200 km/h in Untersteuern, verlor die Kontrolle über seinen MCL36, schlug dann mit dem linken Vorderrad ein und krachte anschließend in die Tecpro-Bande.

Eine schmerzhafte Szene für Ricciardo, die ihm nicht gerade Argumente in der Diskussion um seine Zukunft im Traditionsteam liefert. Über dieser schwebt derzeit ein großes Fragezeichen, nicht zuletzt nach dem 12. Platz beim Rennen in Spanien.

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Norris fährt Ricciardo um die Ohren

Unter der Woche hatte McLaren-CEO Zak Brown ungewöhnlich harte Kritik an seinem Fahrer geäußert und Tacheles geredet. Ricciardo habe weder die Erwartungen des Teams noch seine eigene Erwartungen bisher erfüllt. Man müsse nun halt weiterarbeiten. Alles in allem sei es in Barcelona aber ein "schon wieder ein enttäuschendes Wochenende" gewesen, bilanzierte der McLaren-Boss.

Ganz anders die Lage beim Stallrivalen Lando Norris, gegen den Ricciardo kaum Land sieht. Im Vergleich zu Norris’ 39 Zählern wirken die elf Pünktchen von Ricciardo sehr mager. Der 21-Jährige, der in Spanien trotz Heuschnupfen und Mandelentzündung in die Punkte jagte, sorgte auch in Monte Carlo für den McLaren-Lichtblick. Als Fünfter beendete er das 2. Training und deutete damit an, dass er im Fürstentum sogar um das Podium fahren kann. Und das, obwohl er immer noch angeschlagen angereist war und sogar die Fahrer-Pressekonferenz deswegen aussetzte.

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Vorzeitige Ablösung im Gespräch

Nicht über die derzeitige Situation reden, würde wohl auch Ricciardo am liebsten. Doch die Kritik am Australier wird immer lauter. Zumal er mit kolportierten 15 Millionen Euro Jahressalär auch zu den Besserverdienern im Feld gehört.

Durchs Paddock wabern immer wieder Gerüchte. Sogar über eine vorzeitige Ablösung. Als mögliche Nachfolger werden Pato O'Ward (23) und Colton Herta (22) genannt. Beide sind derzeit in der IndyCar-Serie unterwegs und gelten als Formel-1-tauglich. Im Gespräch war laut Medienberichten auch ein Tausch zwischen AlphaTauri-Pilot Pierre Gasly und Ricciardo .

Der Vertrag des McLaren-Piloten läuft eigentlich bis Ende 2023. Klar ist: Der Routinier muss liefern, eher früher als später. Die nächste Chance: Am Samstag beim Qualifying in Monaco. An dem Ort, an dem Ricciardo 2018 noch triumphierte, sein bisher letzter GP-Sieg. (msc)