"Braucht länger als erwartet, um reif zu werden"

Stewart kritisiert Verstappen für Crash mit Hamilton

Jackie Stewart hat sich Max Verstappen zur Brust genommen
Jackie Stewart hat sich Max Verstappen zur Brust genommen
© imago images/ANP, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

15. September 2021 - 9:05 Uhr

Jackie Stewart findet Verstappen-Strafe zu lasch

Der Crash zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton in Monza und die daraus resultierende Strafe für den Holländer spaltet die Formel-1-Welt. Rennsport-Legende Jackie Stewart findet die Rückversetzung Verstappens beim Russland-GP nicht nur richtig, er findet sie zu lasch – und kritisiert den Red-Bull-Piloten scharf.

"Lewis hätte sterben können"

"Die Stewards haben mehr Informationen, aber wenn sie so sicher sind, dass Verstappen hauptschuldig war, warum wird er dann nur drei Plätze zurückversetzt?", fragte Stewart im Gespräch mit der "Daily Mail". Ohne den Cockpitschutz Halo "hätte Lewis sterben können und der mutmaßliche Täter kriegt nur einen Klaps aufs Handgelenk", höhnte der 82-Jährige.

Verstappen und Hamilton waren in Runde 26 des Italien-GP kollidiert. Dabei wurde der Red Bull des Holländers ausgehebelt, rollte über Hamiltons Kopf und landete schließlich auf dessen Mercedes.

Verstappens Verhalten ärgert Stewart

Verstappen bekam von Stewart für die Aktion und auch für sein Verhalten danach sein Fett weg. "Verstappen braucht länger als erwartet, um reif zu werden. Nach solch einem ernsten Unfall nicht mal hinzugehen und nach Hamilton zu schauen, wenn man dem Kerl gerade über den Kopf gefahren ist –, das verstehe ich wirklich nicht. Besonders wenn er immer noch im Auto sitzt und lange dort geblieben ist, bevor er rauskam", wetterte der Schotte.

Der WM-Führende war nach dem Crash sofort aus seinem Auto geklettert und schnurstracks an seinem Rivalen vorbei zurück in die Garage gestapft. Hamilton äußerte sich schockiert über den Unfall, twitterte: "Ich glaube, heute hat jemand da oben auf mich runtergeschaut und auf mich aufgepasst."

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

"Darf sich nicht ständig in Crashs verheddern"

Stewart stellte derweil Verstappens Lernfähigkeit und WM-Cleverness infrage. "Max hat noch ziemlich viel zu lernen. Aber auf wen wird er hören? Er ist sehr, sehr gut, vielleicht ist er der schnellste Fahrer im Grid, aber um ein richtiger Champion zu sein, darf man sich nicht ständig in Crashs verheddern", sagte der dreimalige Weltmeister.

Wäre er Teamchef bei Red Bull, würde er dem 23-Jährigen sagen: "Um Himmels Willen, mach das nicht mehr! Nur weil du die WM anführst, bedeutet das nicht, dass du kugelsicher bist." (mar)

Auch interessant