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Formel-1-Boss Stefano Domenicali: Mick Schumacher im Ferrari "großartiger Ausblick"

Domenicali über Schumacher-Comeback in Rot

Formel-1-Boss: Mick im Ferrari "großartiger Ausblick"

Mick Schumacher
Mick Schumacher im Ferrari - ein Traum vieler F1-Fans und auch der Boss hätte nix dagegen
deutsche presse agentur

Stefano Domenicali war bei Ferrari ganz nah dabei, als Michael Schumacher und die Scuderia Formel-1-Geschichte schrieben. Heute, 16 Jahre nach Schumis letztem Rennen im roten Renner, ist der Italiener F1-Boss – und hätte als solcher ganz und gar nichts dagegen, wieder einen Schumacher im Ferrari zu sehen.

Domenicali: Mick wird Chance beim Schopf packen

„Ich hatte ja das Privileg mit Michael bei Ferrari zu arbeiten. Und natürlich wäre Mick im Ferrari ein großartiger Ausblick auf die Zukunft“, sagte Domenicali dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Zwar habe die Scuderia zurzeit mi Charles Leclerc und Carlos Sainz „zwei fantastische und auch noch junge Fahrer“, so der 56-Jährige. „Aber wenn Mick bereit ist und sich ihm eine Möglichkeit bietet, wird er sie ergreifen.“

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hatte schon im Vorjahr im RTL-Interview betont, Schumacher für 2023 auf dem Zettel zu haben . Allerdings kündigte er erst vor wenigen Wochen an, Gespräche mit Sainz über eine Vertragsverlängerung führen zu wollen. Der Vertrag des Spaniers bei Ferrari läuft bis Jahresende, Leclerc hat ein Arbeitspapier bis 2024.

Für die anstehende Saison hat Ferrari Schumacher zum Reservefahrer befördert . Als Mitglied der Ferrari Driver Academy wäre der 22-Jährige eine logische Wahl, sollten die Roten einen Fahrer aus den eigenen Reihen in die Scuderia holen.

Mick und Ferrari? Das sagt Binotto

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Mick in "einigen Details" wie Michael

Domenicali lobte Schumacher für dessen bisherige Leistungen in der Königsklasse. „Mick macht seinen Job sehr gut. 2021 hat er allerdings darunter gelitten, dass er kein Auto hatte, mit dem er seine Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte. Ich hoffe wirklich, dass der neue Haas ihm die Chance gibt, sein Talent zu zeigen.“

In einigen „Details“ erinnere ihn Mick an Michael, so der frühere Ferrari-Teamchef. „Seine professionelle und hingebungsvolle Arbeitseinstellung zum Beispiel. Da ist er genau wie sein Vater.“

Wieder zwei Schumachers in der Formel 1?

Erwartungsvoll äußerte sich Domenicali auch zu Micks Cousin David, den Sohn von Ralf Schumacher. "Ich habe mit Ralf schon über David gesprochen und bin froh zu sehen, dass er sich gut entwickelt. Ich denke, dass auch er eine gute Karriere vor sich hat - und für die deutschen Fans wäre das natürlich toll."

Weniger hoffnungsfroh klingt der Italiener, was die Zukunft eines Deutschland-GP in der Formel 1 angeht. Dass die Serie in Deutschland nicht mehr boome, sei für ihn „enttäuschend“, räumte er ein. „Ich sehe aber leider kein wirkliches Interesse aus Deutschland, wieder Teil des Formel-1-Kalenders zu werden. Das ist schade. Ich kann es eigentlich auch nicht so recht glauben, dass der deutsche Markt kein Interesse mehr an der Formel 1 haben soll. Mit Seb habt ihr einen viermaligen Weltmeister. Und ihr habt Mick Schumacher, der am Anfang einer hoffnungsvollen Karriere steht. Ich werde mich bemühen, den deutschen Markt wachzurütteln.“ (mar)