Flüchtlinge auf Meer aßen tote Menschen

12. Februar 2016 - 18:02 Uhr

Einige Bootsflüchtlinge aus Birma haben in ihrer Not auf hoher See das Fleisch ihrer toten Mitreisenden gegessen. "Sie waren zwei Monate auf dem Meer und hatten ihr Essen und Wasser nach fünf Wochen aufgebraucht", sagte ein sri-lankischer Mönch, der für die Flüchtlinge übersetzte.

Die Marine des Inselstaates Sri Lanka hatte 32 Männer aus Birma aus ihrem sinkenden Holzboot gerettet. Die Männer erzählten, sie hätten die Leichen von 98 anderen Flüchtlingen über Bord geworfen, die an Hunger oder durch Krankheiten gestorben seien. Einige der Überlebenden hätten sich allerdings auch vom Fleisch der Toten ernährt, übersetzte der sri-lankische Mönch.