Wenn die Brüste immer weiter wachsen...

Fiona (25) hat Gigantomastie: "Meine riesigen Brüste haben mein Leben ruiniert!"

10. April 2019 - 20:37 Uhr

Fiona trägt BH-Größe 110 N

Viele Frauen würden sich gerne eine oder zwei Brustgrößen größer wünschen. Fiona Hornby aus Bolton, Greater Manchester in Großbritannien kann das gar nicht verstehen. Für sie sind ihre riesigen Brüste ein Fluch. Sie leidet unter der sogenannten Gigantomastie.

Im Video: So schwer ist das Leben mit Gigantomastie

Schon in der Grundschule trug Fiona Körbchengröße C. Inzwischen entsprechen ihre Brüste einer UK-Größe von 48 J - das würde einer deutschen Größe von 110 N entsprechen. Dass die junge Mutter da keine passenden BHs und kaum Kleidung findet, ist nur eins von den zahlreichen Problemen, die die Gigantomastie mit sich bringt.

Wie schwer das Leben mit immer weiter wachsenden Brüsten ist, warum sie Angst hat, ihr Baby im Arm zu halten und wie sie hofft, sich die langersehnte Brustverkleinerung zu finanzieren, die ihre Krankenkasse nicht übernehmen will, zeigen wir im Video.

Was genau ist Gigantomastie?

Gigantomastie, Makromastie, Hypermastie oder Mammahypertrophie sind allesamt verschiedene Namen für ein gesundheitliches Phänomen: übermäßig groß gewachsene Brüste bei Frauen. Wörtlich übersetzt bedeutet Gigantomastie "Riesenbrust". Der abnorme Brustwachstum hängt mit einer Vergrößerung der Drüsen und damit einhergehender Vermehrung von Fettgewebe zusammen und hat vermutlich genetische Ursachen. Eine Makromastie zeigt sich zudem häufig in Kombination mit Übergewicht. In einigen Fällen sind die übermäßig großen Brüste auch durch die hormonellen Umstellungen in der Pubertät bedingt und normalisieren sich danach wieder. So ganz ist allerdings noch nicht klar, warum eine Hypermastie auftritt. Als Gigantomastie wird eine Mammahypertrophie dann bezeichnet, wenn beide Brüste zusammen mehr als 10 Kilo wiegen.

XXL-Brüste verursachen zahlreiche Beschwerden

Abgesehen von rein optischen Gründen, schränken die großen Brüste die Lebensqualität und Gesundheit der Betroffenen stark ein. Das Gewicht des Busens sorgt für starke Nacken- und Rückenschmerzen und kann auf Dauer sogar Schäden der Wirbelsäule verursachen. In der Hautfalte unter dem Busen kommt es häufig zu Wundbildung oder sogar zu Pilzinfektionen. Die Brüste werden nicht mehr genug durchblutet und können sich lila oder weiß färben.

Viele Betroffene, wie auch Fiona, klagen über Schlafprobleme aufgrund des hohen Gewichts der Brüste. Sie können sich nur eingeschränkt bewegen, nicht lange stehen und keinen Sport machen. Unter diesen vielen EInschränkungen leidet schnell auch die Psyche. Dennoch zahlen Krankenkassen nur in seltenen Fällen die Kosten für eine Brustverkleinerung. Fiona hofft nun, durch eine Crowdfunding-Kampagne das Geld für die Operation zusammen zu bekommen.