Schlaflosigkeit: Die häufigsten Ursachen und was dagegen hilft!

08. März 2018 - 15:01 Uhr

Leiden Sie regelmäßig unter Schlaflosigkeit?

Alle Schafe sind gezählt, die Einschlafmusik hat auch ihre Wirkung verfehlt und so liegen Sie schon wieder eine Nacht in Folge schlaflos in Ihrem Bett? Wir verraten, was uns nachts nicht schlafen lässt, wie sich Schlaflosigkeit auf unsere Körper auswirkt und was Sie dagegen tun können.

Jeder hat sich schon einmal ruhelos in seinem Bett herumgewälzt, von rechts nach links gedreht, auf der Suche nach dem Moment, an dem er endlich selig ins Land der Träume abdriftet. Schlaflosigkeit ist kein ungewöhnliches Phänomen und prinzipiell auch kein Grund zur Sorge - solange sie nicht regelmäßig auftritt! Was aber, wenn unsere Schlafprobleme zunehmen, wir nur wenige Stunden pro Nacht schlafen und das ohne ersichtlichen Grund?

Gründe für Schlaflosigkeit

Bis zu 28 Mal wachen wir nachts auf und vergessen diese kurzen Wachphasen auch sofort wieder, wenn wir daraufhin in unter drei Minuten wieder einschlafen. Bei echter Schlaflosigkeit liegen wir jedoch stundenlang wach. Das kann verschiedene Gründe haben.

Schlafstörende Lebensgewohnheiten

  • spätes Abendessen, hoher Kaffeekonsum, alkoholhaltige Getränke
  • zu wenig Bewegung
  • schlecht abgedunkeltes Schlafzimmer
  • zu viel blaues Licht durch langes Fernsehen und Smartphone
  • Schichtarbeit

All das bewirkt, dass unser Körper nicht richtig runterfahren kann und wir schlaflos wieder aufwachen.

Psychologische Ursachen

Aber auch die Psyche kann unseren Schlaf stören: Ängste und ungelöste Konflikten sind die häufigste Ursache von Schlaflosigkeit und Schlafstörungen. Die Gedanken wollen sich einfach nicht beruhigen und die Sorgen werden nicht weniger. Geschieht dies regelmäßig, dann speichert unser Körper die negativen Emotionen zusammen mit dem Zu-Bett-Gehen ab – und bringt uns so immer wieder um unsere Nachtruhe.

Körperliche Ursachen

Manche Krankheiten sind ebenfalls von Schlaflosigkeit begleitet:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche
  • Atemwegserkrankungen wie Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis und Asthma
  • Magenprobleme wie Sodbrennen
  • Schnarchen und Schlafapnoe
  • Neurologische Krankheiten wie das Restless-Legs-Syndrom und Epilepsie

Da Schlaflosigkeit auch auf ernste Krankheiten hindeuten kann, sollten Sie in jedem Fall bei hartnäckigen Schlafstörungen Ihren Arzt aufsuchen. Er kann sie dann gegebenenfalls an einen spezialisierten Somnologen oder ein Schlaflabor weiterleiten.

Folgen von Schlafstörungen

Wer unter Schlaflosigkeit leidet, ist am nächsten Tag weniger leistungsfähig, unkonzentrierter und unaufmerksamer.

Auf der anderen Seite kann sich der mangelnde Schlaf aber auch auf unsere Gesundheit auswirken. US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine lang anhaltende Schlaflosigkeit die Lebenserwartung um mehrere Jahre verkürzen kann. Der Grund: Zu wenig Schlaf belastet unser Immunsystem und kann, laut welt.de, sogar das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöhen.

Zudem schüttet unser Körper bei Schlafmangel vermehrt Stresshormone aus, die das Herz-Kreislauf-System belasten. Das konnten norwegische Forscher in einer Studie belegen. Zwar konnten sie nicht belegen, dass Schlafstörungen direkt für ein sich schleichend verschlechterndes Herzversagen verantwortlich sind. Doch erhöhe sich das Risiko einer Herzmuskelschwäche durch Schlafmangel.

Hilfe bei Schlaflosigkeit

Was bei Schlaflosigkeit hilft, richtet sich nach der Ursache. Oft sind mehrere Faktoren dafür verantwortlich. Bei Unsicherheiten sollten Sie in jedem Fall ärztlichen Rat aufsuchen. Dies gilt auch, wenn Sie rezeptfreie Schlafmittel einnehmen.

Wenn Sie sich sicher sind, dass Ihre Lebensgewohnheiten der Grund für Ihre schlaflosen Nächte sind, dann verändern Sie Ihren Lebensstil! Weniger Kaffee, abends kein spätes, fettiges Essen mehr.

Ärztliche Therapiehilfe

Wenn Sie sich in die Hände von Spezialisten begeben, können diese Ihre Schlaflosigkeit auch mit Hilfe einer Verhaltenstherapie beenden. Dabei lernen Betroffenen ihre Gewohnheiten und Schlafmuster langfristig zu verändern. Auch Entspannungstechniken aus dem Bereich des autogenen Trainings kann sowohl bei psychischen als auch körperlichen Ursachen hilfreich sein.

Natürliche Schlafmittel

Unterstützend zur Behandlung von Schlafstörungen helfen zum Beispiel diese Hausmittel gegen Schlaflosigkeit:

  • Baldrian- und Passionsblumentee
  • Duft von Jasminblüten und Lavendel
  • Chicorée, Romana, Endivie (Bitterstoff Lactucin wirkt opiatähnlich aufs Nervensystem)
  • Warme Milch mit Honig
  • Sauerkirschsaft

Welche Lebensmittel Ihren Schlaf sonst noch beeinflussen, lesen Sie HIER.

Übrigens: Auch ein schönes Schlafzimmer kann förderlich für einen guten Schlaf sein. HIER finden Sie Tipps, mit denen Sie Ihr Schlafzimmer verschönern können.

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