Bis zu 600 Euro Preisunterschied pro Jahr

Finanztest: Das sind die günstigsten Depots für Ihre Geldanlage

Wer auf ein günstiges Depot setzt, hat mehr von seiner Rendite. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer auf ein günstiges Depot setzt, hat mehr von seiner Rendite. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
© deutsche presse agentur

09. November 2021 - 12:02 Uhr

Finanztest vergleicht 37 Banken und Onlinebroker

Wer Geld anlegen möchte, muss zumindest ein bisschen davon in die Hand nehmen. Um die bestmögliche Rendite herauszuholen, sollten Sie allerdings die Kosten Ihres Wertpapier-Depots genau prüfen – denn ein Vergleich von Finanztest zeigt jetzt: Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind enorm. Teilweise betragen sie über 600 Euro im Jahr, und das innerhalb der selben Anbieterkategorie. Wir zeigen, welche Anbieter die günstigsten sind.

Onlinedepots am günstigsten - aber ohne Beratung

Die Finanztest-Experten untersuchten die Konditionen von insgesamt 37 Filial- und Direktbanken sowie Onlinebrokern – jeweils für ein kleines (12.000 Euro), mittleres (50.000 Euro) und großes Depot (150.000 Euro). Eine Erkenntnis: Onlinedepots schnitten dabei durchweg am günstigsten ab. Dafür müssen Kunden aber auch auf Beratung verzichten. Ein Großteil der Direktbanken und Onlinebroker im Test verzichtet auf Kosten für die Depotführung – zum Teil aber nur unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel einer bestimmten Anzahl an ausgeführten Aufträgen oder eines festgelegten Mindestbestands an Wertpapieren.

Wichtige Unterschiede: Im Test verlangen einige Anbieter Negativzinsen für Guthaben auf den Verrechnungskonten. Ab bestimmten Grenzen werden darauf minus 0,5 Prozent fällig. Und auch die Kosten für jede Order waren bei den verschiedenen Anbietern durchaus unterschiedlich. Die meisten Banken und Broker erheben eine prozentuale Gebühr auf den Wert der Order. Manche arbeiten mit gestaffelten Preisen.

Anlegerinnen und Anleger sollten dabei auf Mindest- und Höchstpreise achten. Die Münchner Bank verlangt etwa selbst bei kleinen Aufträgen einen Mindestpreis von 50 Euro pro Order. Bei einem Kauf im Wert von 1.000 Euro wären das fünf Prozent.

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Die teuersten und günstigsten Depots im Test

Bei Filialbanken sind Gratisdepots laut Finanztest selten. Allein durch die Verwahrung von Wertpapieren können Kosten entstehen. Ein Beispiel: Wer Wertpapiere in einem Volumen von 150.000 Euro hält, zahlt dafür im besten Fall gar nichts, im teuersten Depot im Test – dem Commerzpank Klassikdepot – jedoch 375 Euro pro Jahr. Selbst wer sein Depot zehn Jahre lang nicht anrührt, hätte hier Kosten in Höhe von 3.750 Euro.

Bei den Filialbanken schnitt dafür die Santander Consumer Bank in jeder Depotgröße als günstigste ab – sie kann bei Onlineorders sogar mit Direktbanken mithalten. Das preiswerteste Onlinedepot ist für allen drei Größen im Test das Smartbroker Depot, beim kleinsten Depot von 12.000 Euro landet das Flatex Depot auf dem zweiten Platz.

Den kompletten Vergleich finden Sie auf test.de. (dpa/rka)