Auslöser bislang noch unbekannt

Russlands einziger Flugzeugträger brennt – mal wieder

ARCHIV - Chinas erster Flugzeugträger «Liaoning» liegt in Dalian (China) am 24.09.2012 an der Pier. Die Länder Asiens hätten erstmals mehr Geld für Rüstung ausgegeben als die Nato-Länder in Europa, heißt es im neuen Bericht des Londoner Institutes fü
Baugleiches Modell: Die "Liaoning" wurde 1998 an China verkauft. Die "Admiral Kusnezow" ist noch immer für Russland aktiv.
dpa, John Lee

Russlands einziger Flugzeugträger ist in Brand geraten. Die Gründe dafür sind noch unbekannt. Das Schiff hat seit 2018 keine einzige Seemeile zurückgelegt.

„Admiral Kusnezow“ wurde evakuiert - keine Verletzten

In See gestochen ist die „Admiral Kusnezow“ schon länger nicht mehr. Seit 2018 hat Russlands einziger Flugzeugträger keine einzige Seemeile zurückgelegt. Modernisierungen, Reparaturen und Unglücke haben eine Wiederinbetriebnahme bislang verhindert. Eigentlich sollte der Flugzeugträger schon 2021 wieder seetüchtig sein – knapp ein Jahr später wird ein Einsatz noch unwahrscheinlicher.

Derzeit liegt das Schiff in einer Werft im nordwestrussischen Murmansk. Wie die russische Nachrichtenagentur Tass am Donnerstag berichtete, musste die „Admiral Kusnezow“ nun aber aufgrund eines Brandes evakuiert werden. Das Feuer sei schnell lokalisiert und gelöscht worden, teilten die Behörden mit. Schäden und Verletzte hat es - laut offiziellen Angaben – nicht gegeben.

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Seit 2018 wurde der Flugzeugträger kaum bewegt

Nach Angaben der örtlichen Behörden soll sich der Brandherd nicht, wie ursprünglich angenommen, im Maschinenraum befunden haben. Das Feuer soll in den Kajüten auf der linken Bordseite ausgebrochen sein. Über die genaue Ursache gab es zunächst keine Informationen.

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Es ist allerdings nicht der erste Brand auf der krisengebeutelten „Admiral Kusnezow“. Zur Vorgeschichte: Im Jahr 1991 ist der Flugzeugträger vom Stapel gelaufen. Mit einigen Seemeilen und knapp 26 Jahren auf dem Buckel, sollte das Kriegsschiff 2017 repariert und modernisiert werden. Seither liegt es in Murmansk auf der Werft – nicht ohne Zwischenvorkommnisse.

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Im Jahr 2018 schlug das Schiff beim Untergang eines Schwimmdocks leck. Ein Jahr später geriet die „Admiral Kusnezow“ selbst in Brand. Die damalige Bilanz: Zwei Tote, 14 Verletzte. Auch damals wurden keine Informationen über die Brandursache vermeldet. Die Reparaturarbeiten haben sich seither hingezogen. Einen Einsatz im Jahr 2021 hat es nie gegeben.

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China kaufte das zweite Schiff

Gänzlich unberühmt ist die „Admiral Kusnezow“ nicht. Sie sicherte im Jahr 2000 zusammen mit anderen Schiffen die Bergung des versunkenen U-Bootes Kursk ab. Zwischen 2016 und 2017 wurde der Flugzeugträger für Militäreinsätze in Syrien genutzt. Erbaut wurde die „Admiral Kusnezow“ übrigens in der Ukraine.

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Ursprünglich verfügte Russland sogar über einen zweiten Flugzeugträger des Bautyps. Der wurde aber 1998 im Zuge des chinesischen Aufrüstungsprogrammes vom nördlichen Nachbarstaat abgekauft und aufwendig aufgerüstet. Unter dem Namen „Liaoning“ fährt der Flugzeugträger nun unter chinesischer Flagge. Wie der Spiegel berichtete, soll das Schiff vor allem für Ausbildungs- und Forschungszwecke Chinas dienen. (dpa, rdr)

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