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FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff zieht positive G7-Gipfel-Bilanz: Der Westen steht zusammen

Alexander Graf Lambsdorff im RTL/ntv "Frühstart“

„Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren“

„Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren“ FDP-Außenpolitiker
05:33 min
FDP-Außenpolitiker
„Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren“

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von Andreas Kock

Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff zieht eine positive Bilanz des G7-Gipfels . Das wichtigste Ergebnis sei das geschlossene Auftreten der großen demokratischen Industrienationen. Auch im Detail stimme das Ergebnis.

Die Ukraine erhalte weiter Unterstützung, vor allem erhalte sie die von ihr gewünschten Waffen. Vor dem Gipfel der Nato-Staaten in Madrid signalisierte Graf Lambsdorff schon einmal Zustimmung zum geplanten Aufwuchs der sogenannten schnellen Eingreiftruppe.

„Enormer Zuwachs für ukrainische Streitkräfte“

Man habe sich nicht auseinanderbringen lassen, das gelte besonders für den Umgang mit dem Ukraine-Krieg. Graf Lambsdorff bewertete die auf dem G7-Gipfel zugesagten Waffenlieferungen an die Ukraine durchweg positiv.

„Präsident Selenskyj fordert moderne Luftabwehrsysteme und die Amerikaner haben ihr modernstes System zugesagt“, sagte Graf Lambsdorff in der Sendung „Frühstart“ von RTL/ntv. Das sei ein System, mit dem auch das Weiße Haus in Washington geschützt werde. Deutschland liefere „IRIS-T“. Auch das modernste, das man zu bieten habe. „Was diese Fähigkeiten angeht, da werden die ukrainischen Streitkräfte enormen Zuwachs haben“, so der liberale Außenpolitiker.

Nicht weniger wichtig sei das große Infrastrukturprojekt der G7-Staaten. Das sei ein Zeichen an China , dass dessen Seidenstraßen-Initiative nicht unbeantwortet bleibe.

„Russland belässt es nicht bei Drohgebärden“

Die vor dem anstehenden Nato-Gipfel in Madrid Aufstockung der schnellen Eingreifkräfte wurden von Graf Lambsdorff begrüßt. „Ich glaube, dass ist ein richtiges Zeichen. Denn nach dem Angriff auf die Ukraine kann niemand mehr sagen, dass die Russen nur Drohgebärden machen.“ Gerade die östlichen NATO-Verbündeten, in Polen und im Baltikum, in Rumänien und in der Slowakei verlangten so eine Eingreiftruppe „und die brauchen sie auch“.

Die Gefahr, dass der russische Präsident, diesen Schritt als Vorwand für weitere Aggressionen nimmt, sah Graf Lambsdorff nicht. „Putin braucht keinen Vorwand“, so der FDP-Außenexperte. Die Ukraine habe Russland nicht bedroht, trotzdem habe man gestern die Bilder aus Krementschuk gesehen. Dort hatten russische Raketen ein Einkaufzentrum getroffen. „Das sind ganz fürchterliche Angriffe auf dieses Land, das wirklich nichts getan hat, um Putin zu provozieren.“

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