Studie belegt:

Fast jeder Zweite leidet unwissend unter Bluthochdruck

Im Vergleich zu 1990 leiden 2019 doppelt so viele Menschen an Bluthochdruck
Im Vergleich zu 1990 leiden 2019 doppelt so viele Menschen an Bluthochdruck
© dpa, Jochen Lübke

25. August 2021 - 16:34 Uhr

Lebensgefährliche Krankheit - ohne etwas davon zu wissen?

Fast jeder zweite Mensch mit Bluthochdruck weltweit weiß nach neuen Studienergebnissen nichts von seiner lebensgefährlichen Krankheit. Das ging aus einer Studie des Imperial College in London und der Weltgesundheitsorganisation hervor. Überprüft wurden Menschen im Alter von 30 bis 37 Jahren – die Ergebnisse variieren je nach Land.

Starker Anstieg bei Betroffenen

Der Artikel, der in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde, belegt außerdem, dass sich die Zahl der Betroffenen zwischen 1990 und 2019 auf knapp 1,3 Milliarden Menschen verdoppelt hat. Studienleiter Majid Ezzati betont, dass dieser Anstieg nicht auf unzureichende Diagnosen in der Vergangenheit zurückzuführen ist, sondern auf einen ungesunden Lebensstil, Übergewicht oder Langzeit-Stress.

Deutschland schneidet gut ab

Deutschland gehört der Studie zufolge zu den Ländern mit guter Versorgung. 2019 hatten Südkorea, Kanada und Island die Krankheit am besten unter Kontrolle, gefolgt von den USA, Costa Rica, Deutschland, Portugal und Taiwan. Jedes Jahr sterben rund 8,5 Millionen Menschen durch Herz- oder Kreislauferkrankungen oder Schlaganfälle. Hoher Blutdruck erhöht das Risiko, Opfer dieser Krankheiten zu werden. (dpa/mas)