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Ex-Soldat Jacob Blair Scott vergewaltigt und schwängert 14-Jährige: 85 Jahre Haft

Jacob Blair Scott täuschte seinen Tod vor, um Verurteilung zu enzgehen

Ex-Soldat vergewaltigt und schwängert 14-Jährige: 85 Jahre Haft

Jacob Blair Scott is led into the courtroom for his sentencing hearing following a trial in which the jury gave its verdict that Scott was guilty on all charges in Jackson County Circuit Court in Pascagoula, Miss., on Thursday, June 2, 2022. Scott, c
Jacob Blair Scott im Gerichtssaal.
HR, AP, Hannah Ruhoff

Von Ulrich Vonstein

Jacob Blair Scott wird das Gefängnis vermutlich nie wieder verlassen. 85 Jahre Haft lautet das Urteil gegen den US-Armee-Veteran, der ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigte und schwängerte. Später täuschte er seinen eigenen Tod vor und versuchte unterzutauchen. Für sein abscheuliches Verbrechen präsentierte er dem Gericht in Jackson County im US-Bundesstaat Mississippi Ausreden, denen weder die Jury noch die Richterin Gnade schenkten.

Richterin: "Überwältigende Beweise"

Judge Kathy Jackson presided over the a sentencing hearing for Jacob Blair Scott in Jackson County Circuit Court in Pascagoula, Miss., on Thursday, June 2, 2022. Scott, convicted of sexually assaulting a girl and impregnating her when he was 40 and s
Bezirksrichterin Kathy King Jackson.
HR, AP, Hannah Ruhoff

Zum Tatzeitpunkt war der Vergewaltiger 40 Jahre alt, mehr als doppelt so alt wie sein Opfer. Bezirksrichterin Kathy King Jackson sprach in ihrem Urteil von "überwältigenden Beweisen, mehr als ich wahrscheinlich jemals gesehen habe", berichtet die Zeitung "The Detroit News".

Die Jury befand den Angeklagten wegen neunfacher sexueller Belästigung, vierfacher Berührung eines Kindes zu lustvollen Zwecken und wegen Ausbeutung von Kindern für schuldig. Scott habe das Urteil ohne Emotionen zur Kenntnis genommen, heißt es im "Sun Herald".

Der Fall des ehemaligen Soldaten machte 2018 Schlagzeilen, als Scott sich wegen Körperverletzung des Kindes vor Gericht verantworten sollte. Er floh und ließ dabei ein Boot, eine Waffe und einen Abschiedsbrief in Orange Beach im US-Bundesstaat Alabama zurück, um seinen Tod vorzutäuschen.

Mädchen weint vor Gericht - Täter versucht, sein Opfer zu demütigen

Prosecuting attorneys District Attorney Angel Myers McIlrath, right, and Assistant District Attorney Justin Lovorn lean back in their chairs as Jacob Blair Scott rambles while answering a question as he testifies during his trial for sexual abuse on
Bezirksstaatsanwältin Angel Myers McIlrath (rechts) und ihr Stellvertreter Justin Lovorn bei einer Aussage von Jacob Blair Scott
HR, AP, Hannah Ruhoff

Weil es kaum Hinweise auf einen Selbstmord gegeben habe, wurde der Fall nie zu den Akten gelegt, berichtet "The Detroit News". Scott sei zwei Jahre später in einem Wohnwagenpark in Oklahoma verhaftet worden, wo er unter falschem Namen lebte, heißt es weiter.

Sein Opfer sagte im Prozess unter Tränen aus, dass es von Scott mehrere Dutzend Male sexuell attackiert worden sei, auch nachdem sie von der Schwangerschaft erfahren habe, so die Zeitung weiter.

Der Angeklagte hingegen versucht, die Schuld an seinem Verbrechen unter anderem dem Mädchen anzulasten. Zudem habe er seine psychischen Probleme, posttraumatischen Stress und andere Störungen dafür verantwortlich gemacht. Dies habe seinen Geisteszustand beeinträchtigt, als er die Verbrechen begangen hatte.

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Staatsanwältin: Noch nie "etwas so Dreistes und Abscheuliches gesehen"

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Der Angeklagte im Prrozess voller Selbstmitleid.
HR, AP, Hannah Ruhoff

Die Staatsanwaltschaft zeigte sich empört: „Das ist das erste Mal in meinen 18 Jahren, dass ich jemals etwas so Dreistes und so Abscheuliches gesehen habe“, so Bezirksstaatsanwältin Angel Myers McIlrath. "Hier geht es darum, der 14-Jährigen die Schuld zu geben. Bei diesem ganzen Prozess ging es darum, die 14-Jährige zu demütigen, die keine Wahl hatte.“ Richterin Jackson sah das ähnlich. Bevor sie das Urteil verkündete, hob sie deutlich hervor, dass sie Scott nicht glaube, heißt es in dem Bericht weiter.

Sie verurteilte ihn zu 85 Jahren Gefängnis. Das sei "im Wesentlichen eine lebenslange Haftstrafe", sagte sie. Zudem verhängte sie eine Geldstrafe von knapp 9.500 Euro.