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Mississippi

Mississippi ist der 20. der US-amerikanischen Bundesstaaten. Seine Geschichte war jahrelang von Themen wie Sklaverei und Rassenunruhen geprägt.

Mississippi picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Julio Cortez

Das ist Mississippi

Mississippi ist der Name des 20. Bundesstaates der Vereinigten Staaten von Amerika. Er gehört seit dem 10. Dezember 1817 zur Union und grenzt an die Nachbarstaaten Louisiana, Arkansas, Tennessee und Alabama. Die Hauptstadt von Mississippi ist Jackson. Hier leben auch die meisten Einwohner des Bundesstaates, in welchem rund 3 Millionen Menschen einen festen Wohnsitz haben. Der Name stammt aus dem Indianischen und wurde vom Mississippi River abgeleitet. Der berühmte Fluss mit derselben Bezeichnung fließt westlich von diesem Teil der USA. Der Staat hat im Süden ein schmales Küstengebiet am Golf von Mexiko. Außerdem leben in keinem anderen US-Bundesstaat so viele schwarze Menschen wie in Mississippi.

Die ersten Einwohner von Mississippi

In der Frühzeit lebten diverse Stämme von Ureinwohnern in Mississippi, darunter die Caddo, Natchez und Chickasaw. Die ersten Europäer auf diesem Territorium waren der spanische Seefahrer Hernando de Soto und die Teilnehmer an seiner Expedition. Die erste europäische Siedlung befand sich in der Umgebung aus Biloxi und bestand aus französischen Einwanderern. Diese hatten im frühen 18. Jahrhundert diverse Auseinandersetzungen mit den Natchez. 1763 bekamen die Briten das Gebiet östlich des Mississippi River zugesprochen. Die erste größere Siedlung in Mississippi bestand aus britischen Einwanderern. Die meisten dieser Menschen stammten aus dem Mittelstand und verließen Europa aus wirtschaftlichen Gründen.

Aufnahme in die Union und Rassenunruhen als zentrales Problem

Die Aufnahme Mississippis in die Union erfolgte am 20. Dezember 1817. Es war der 20. Staat, der in den Bund aufgenommen wurde. In den 1830er-Jahren geriet Mississippi in eine Wirtschaftskrise und musste 1840 Staatsbankrott anmelden. 1861 trat der Staat aus der Union aus und schloss sich mit zehn anderen südlichen Staaten zu Konföderierten Staaten von Amerika zusammen. Themen wie Sklaverei und Rassenunruhen spielten in diesem Zeitraum eine bedeutende Rolle. Diese Probleme wurden in das 20. Jahrhundert übertragen, weshalb eine Vielzahl an dunkelhäutigen Bürgern in die Nordstaaten abwanderte. Ein wichtiger Schritt war die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes im Jahr 1967, die Mischehe zu gestatten. Im 21. Jahrhundert geriet Mississippi in den Focus der Medien, als der Hurrikan Katrina im Jahr 2005 das Land stark verwüstete.