Prokop "könnte nicht glücklicher sein"

Erster NHL-Profi macht seine Homosexualität öffentlich

Luke spielt für die Nashville Predators
Luke spielt für die Nashville Predators
© Instagram @lukeprokop_

20. Juli 2021 - 6:49 Uhr

Er ist der erste Eishockey-Profi, der sich als schwul outet

Luke Prokop hat entschieden, sich nicht mehr zu verstecken. Als erster Eishockey-Spieler der nordamerikanischen Profiliga NHL hat er sich als schwul geoutet. Von seinem Club und der Liga bekommt der 19-Jährige viel Zuspruch.

Immer mehr Sportler outen sich

Luke Prokop postete eine Regenbogenflagge zu seinem und verkündete bei Instagram: "Ich könnte nicht glücklicher sein." Als erster in der US-Profiliga NHL unter Vertrag stehende Eishockey-Spieler machte Prokop am Montag seine Homosexualität öffentlich.

"Heute bin ich stolz, öffentlich allen zu sagen, dass ich schwul bin", schrieb der Verteidiger der Nashville Predators. Vor nicht einmal einem Monat hatte Footballprofi Carl Nassib von den Las Vegas Raiders sein viel beachtetes Coming-out im Profisport der USA.

"Es war eine lange Reise, um an diesen Punkt in meinem Leben zu gelangen", schrieb Prokop. "Von klein auf habe ich davon geträumt, ein NHL-Spieler zu sein, und ich glaube, ein authentisches Leben ermöglicht es mir, meine Chancen zu verbessern, damit meine Träume in Erfüllung gehen."

Die NHL setzt sich für die Gleichberechtigung aller ein

NHL-Boss
Luke Prokop bekommt von Liga-Boss Gary Bettman (Bild) Zuspruch.
© deutsche presse agentur

Bisher habe es in der Geschichte der NHL noch keinen Spieler gegeben, der seine Homosexualität öffentlich gemacht hatte, berichtete "ESPN" - unabhängig davon, ob dieser noch aktiv ist oder seine Laufbahn beendet hat. Prokop wurde 2020 von den Predators im Draft in der dritten Runde ausgewählt. Er habe seinen Entschluss schon im April gefasst, nachdem die Saison corona-bedingt abgebrochen worden war, schrieb er.

Zuspruch erhielt Prokop sowohl von NHL-Boss Gary Bettman als auch von seinem Verein. In einem Statement verkündete Club-Präsident Sean Henry: "Die Organisation ist stolz auf Lukes Mut, den er mit seinem Coming-out zeigt. Wir werden ihn in den kommenden Tagen, Wochen und Jahren unterstützen, während er sich weiter entwickelt. Ein Ziel unserer Organisation ist die Gleichberechtigung für alle, einschließlich der LGBTQ-Gemeinschaft. Es ist wichtig, dass Luke sich wohlfühlt, während er in seiner Karriere Fortschritte macht."

Die englische Abkürzung LGBTQ+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und queere Menschen, das Pluszeichen ist Platzhalter für weitere Identitäten. (dpa/fgo)