RTL News>News>

Erst Pandemie, dann Ukraine: Lufthansa bleibt trotz anhaltender Probleme optimistisch

Erst Pandemie, dann Ukraine

Lufthansa bleibt trotz anhaltender Probleme optimistisch

Lufthansa
Keine guten Zeiten für die Lufthansa. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild
deutsche presse agentur

Die Lufthansa stellt sich angesichts des Ukraine-Kriegs nach zwei verlustreichen Pandemiejahren auf eine weitere schwierige Zeit ein. Nichtsdestotrotz blickt die Fluggesellschaft optimistisch in die Zukunft.

Ferienbuchungen fast auf 2019er-Niveau

"Wir sind sehr sicher, dass der Luftverkehr in diesem Jahr einen starken Aufschwung erleben wird", sagte Vorstandschef Carsten Spohr bei der Vorlage der Jahresbilanz am Donnerstag. Allerdings ließen große Ungewissheiten rund um die Entwicklungen in der Ukraine, die Folgen des Konflikts sowie der unsichere Verlauf der Pandemie eine detaillierte Finanzprognose nicht zu.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker.

Ob die Lufthansa 2022 in die Gewinnzone zurückkehrt, ließ der Vorstand offen. Er stellte lediglich eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses in Aussicht. So lägen die Buchungen für die Oster- und Sommerferien fast auf dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.

Tickets sollen künftig teurer werden

Der Lufthansa-Konzern stimmt seine Kunden auf steigende Ticketpreise ein. Wichtige Treiber seien der Ölpreis sowie steigende Gebühren an Flughäfen und bei den Flugsicherungen, sagte Finanzvorstand Remco Steenbergen. Man rechne aber damit, dass Konkurrenten stärker getroffen würden als die Lufthansa.

ARCHIV - 02.06.2020, Nordrhein-Westfalen, Münster: Passagiere gehen am Flughafen Münster-Osnabrück über das Rollfeld zu einer Lufthansa-Maschine. (Zu dpa "Lufthansa will Corona-Schnelltests für Passagiere anbieten") Foto: Guido Kirchner/dpa +++ dpa-B
Das dürfte Passagieren sauer aufstoßen: Lufthansa will seine Ticketpreise steigern.
gki wst, dpa, Guido Kirchner
Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Verlust lies bereits im zweiten Pandemiejahr nach

Im zweiten Corona-Jahr 2021 konnte die Lufthansa ihren Verlust dank einer gewissen Erholung des Passagiergeschäfts und eines Milliardengewinns der Frachtsparte Lufthansa Cargo um zwei Drittel auf rund 2,2 Milliarden Euro verringern. Der bereinigte operative Verlust verringerte sich um 57 Prozent auf gut 2,3 Milliarden Euro und lag damit etwas höher als von Experten im Schnitt erwartet. Ohne die Kosten für den Konzernumbau samt der Streichung Tausender Arbeitsplätze hätte der bereinigte operative Verlust knapp 1,8 Milliarden Euro betragen.

(dpa/kmü)