Ernährungsreport 2021

Julia Klöckner: "Die gute und gesunde Wahl wird immer mehr zur einfachen Wahl"

19. Mai 2021 - 15:28 Uhr

Klöckner sieht die Ergebnisse als Bestätigung für ihren ernährungspolitischen Ansatz

In einem Punkt sind sich so gut wie alle für den Ernährungsreport 2021 befragten Bürgerinnen und Bürger einig: Das Wichtigste beim Essen ist, dass es schmeckt! Weitere wichtige Faktoren sind, dass die Zubereitung des Essens schnell geht und die Mahlzeit gesund ist. Laut Bundesernährungsministerin Julia Klöckner sind die Ergebnisse eine Bestätigung für ihren ernährungspolitischen Ansatz: "Die gute und gesunde Wahl wird immer mehr zur einfachen Wahl." Zwar wird seit der Corona-Pandemie mehr Essen bestellt, es wird aber auch mehr gekocht, da die Menschen deutlich mehr Zeit zuhause verbringen.

Im Video sind die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Die wichtigsten Aspekte bei der Lebensmittelauswahl: Lecker, saisonal und regional

Wenn es darum geht, was in den Einkaufskorb gelegt wird, ist es 96 Prozent der Befragten vor allem wichtig, dass ihnen die Lebensmittel schmecken. Weiter achten 82 Prozent darauf, dass die Lebensmittel aus ihrer Region kommen, für 78 ist es wichtig, dass das Obst bzw. Gemüse saisonal ist. Auch Preis und Produktinformationen spielen eine Rolle.

Welche Kriterien sind bei der Auswahl von Lebensmitteln wichtig?

  • Geschmack: 96%
  • regionale Herkunft: 82%
  • Saisonalität: 78%
  • Inspiration durch das Sortiment: 61%
  • Produktinformationen: 54%
  • Preis: 48%
  • Marke: 38%
  • neue Produkte aus der Werbung: 24%

Was kommt auf den Teller?

Während 2020 noch 70 Prozent der Befragten gerne und regelmäßig Obst und Gemüse gegessen haben, sind es in diesem Jahr 76 Prozent – Tendenz steigend. Davon greifen 99 Prozent zu Obst und Gemüse, weil es ihnen schmeckt, für 96 Prozent spielen gesundheitliche Aspekte eine Rolle. Ebenso sehr häufig sind auf dem deutschen Speiseplan Milchprodukte vertreten. 64 Prozent essen täglich Joghurt, Käse & Co.

Was wird täglich oder mehrmals täglich gegessen?

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:
  • Gemüse und Obst: 76%
  • Milchprodukte: 64%
  • Süßes, herzhafte Knabbereien: 27%
  • Fleisch und Wurst: 26%
  • Alternativen zu tierischen Produkten: 8%
  • Fisch und Meerestiere: 1%

Immer mehr Menschen verzichten teilweise oder ganz auf tierische Produkte. Während sich 2020 noch fünf Prozent der Befragten vegetarisch ernährten, so sind es in diesem Jahr zehn Prozent. Der Anteil der Veganer ist von einem auf zwei Prozent gestiegen. Der Hauptgründe, warum sich die Personen für den Kauf von Alternativen statt Fisch und Fleisch entscheiden, sind Neugier (71%) und Tierschutz (59%).

Reduktion von Lebensmitteln als wichtigste Maßnahme, um wachsende Weltbevölkerung zu ernähren

Die Weltbevölkerung wächst – wie kann die Ernährung für immer mehr Menschen sichergestellt werden? Die Befragten sehen vor allem die Reduktion von Lebensmittelabfällen, weniger Fleisch und mehr regionale Lebensmittel als mögliche Maßnahmen.

Mögliche Maßnahmen, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren:

  • Reduktion von Lebensmittelabfällen: 91%
  • mehr regionale Produkte: 87%
  • weniger Fleisch: 85%
  • Förderung der Landwirtschaft in städtischen Ballungsräumen: 70%
  • Verzicht auf Fleisch: 61%
  • Konsum von pflanzlichen Alternativen für Fleisch und Fleischerzeugnisse: 56%
  • Steigerung der Produktivität der Landwirtschaft: 56%
  • Lebensmittel aus Insekten: 44%
  • im Labor hergestelltes Fleisch: 26%


(jos)