Er wollte Birgit R. "am Galgen zappeln" sehen: Heimu muss sieben Jahre ins Gefängnis

57-Jähriger wollte perverse Tötungsfantasien ausleben

In Gießen wurde ein Mann verurteilt, der im Internet versuchte, junge, verzweifelte Frauen in den Selbstmord zu treiben. Der 57-Jährige mit dem Chatnamen Heimu muss nun sieben Jahre ins Gefängnis. Denn er hatte den Tod einer jungen Frau geplant.

Er war im Netz unterwegs und suchte gezielt nach labilen Frauen und versuchte, sie zum Selbstmord zu überreden. Auch die 23-Jährige Katharina soll er so in den Tod getrieben haben. Weil Beihilfe zum Selbstmord aber nicht strafbar ist, konnte er deswegen nicht belangt werden. Dann suchte er nach einem neuen Opfer, um seine perversen Tötungsfantasien auszuleben.

Der RTL-Reporter stellte Heimu eine Falle

RTL-Reporter Wolfram Kuhnigk spürte den Mann nach monatelanger Recherche auf und konnte ihm eine Falle stellen, indem er das nächste Opfer, das der Mann sich ausgesucht hatte, ausfindig machte. Birgit R. war Anfang 2016 todunglücklich und suchte in Chaträumen im Internet Hilfe. Dort lernte sie Heimu kennen. Er plante ihren Tod. "Er hätte mich zum Galgen geführt, den er vorbereitet hätte. Ich hätte nochmal beten können. Und dann hätte er die 'Hinrichtung' durchgezogen", erzählt die Frau. Er wollte sie "am Galgen zappeln" sehen.

Doch soweit kommt es nicht, denn der Reporter stellte ihm eine Falle. Birgit hatte sich als Lockvogel mit dem 57-Jährigen verabredet. Der Mann konnte der Verlockung, sie zu töten, offenbar nicht widerstehen und kam zu den vereinbarten Treffen. Doch auch die Polizei war längst informiert. Die Beamten verhafteten den Mann.

Hilfe bei Suizidgedanken

Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de.