So werden Sie das Chaos los

Endlich wieder Ordnung: Vier Aufräum-Methoden, die Sie kennen sollten

09. Juli 2021 - 14:09 Uhr

Viele Familien haben das gleiche Problem: Unordnung, wohin man schaut!

Es muss ja nicht gleich aussehen wie bei den sprichwörtlichen Hempels unterm Sofa, aber viele kennen das: Im Haushalt geht es drunter und drüber, weil wir einfach zu viele Dinge haben und die vielen Sachen nicht richtig ordnen können. Doch genau dafür gibt es Experten. Denn es sind manchmal ganz einfache Tricks und Tipps, mit denen man zu Hause wieder den Durchblick bekommt. Wir haben mit Aufräumcoach Sarah Köpke vier Methoden mit einer Familie getestet. Sarah unterstützt Mutter Heidi, zeigt ihr genau, wie die Methoden funktionieren. Was genau getan werden muss, um das Chaos in den Griff zu kriegen und welche Methoden Mama Heidi tatsächlich geholfen haben – und welche sie gar nicht hilfreich fand, sehen Sie im Video.

Das Prinzip "Loslassen"

Fliegt uns manchmal um die Ohren
Ganz schon oft haben wir ganz schön viel
© iStock

Wir sammeln über viele Jahre etliche Dinge, können uns einfach nicht von ihnen trennen. Doch warum eigentlich nicht? Das ganze Zeug, das wir teilweise gar nicht brauchen und nur mit uns herumschleppen, belastet uns oft irgendwann und außerdem halten uns die vielen Sachen davon ab, eine klare Struktur zu haben, die im wahrsten Sinn durchschaubar ist. Also, lieber weniger Sachen besitzen, die uns dafür aber wertvoll und sinnvoll erscheinen.

Methode 1: Die "Ein-Jahres-Frage"

Unordnung ist das halbe Leben
Was liegt bei Ihnen so alles rum, was Sie nicht brauchen?
© iStockphoto, iStock, cerro_photography

Mit dieser Methode kann man ganz hervorragend in der Küche starten, indem man mal alles aus den Schubladen und Schränken sich genau anschaut und sich fragt: Was von diesen Dingen habe ich auch wirklich in den letzten 12 Monaten genutzt? Sie werden garantiert etliche Küchenutensilien finden, die vielleicht lustige Gadgets sind, die Sie aber so gut wie nie benutzen – dann weg damit! Nur Sachen, die regelmäßig genutzt werden, dürfen bleiben. Und wenn nicht, dann dürfen diese Gegenstände sie getrost verlassen. Sieht dann alles gleich viel schlanker und aufgeräumter aus.

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Methode 2: Die "Fünf-Zentimeter-Regel"

Diese Methode kann man besonders gut im Bad anwenden, rät die Expertin. Dabei soll alles aus den Badezimmer-Schubladen und Bad-Schränkchen herausgenommen werden und 5 Zentimeter nebeneinander auf einer Ablage vor dem Spiegel oder auf dem Fensterbrett aufgestellt werden, sodass kein Gegenstand in Vergessenheit gerät und einfach in den Schubladen vor sich hin lebt. Und auch hier sollten Sie sich die Frage stellen: Brauche ich das wirklich? Oder kann das weg? Warum diese Methode unserer Test-Mama Heidi so gar nicht gefallen hat, sehen Sie im Video.

LESE-TIPP: Kann das wirklich weg? Tipps zum Ausmisten

Methode 3: Die "80-20 Regel"

Ausmisten ist manchmal echt schwierig
Frau vor Kleiderschrank
© iStockphoto

Diese Methode ist am besten geeignet, um im Kleiderschrank mehr Platz zu schaffen und das hätten wirklich viele unserer Kleiderschränke nötig! Häufig platzen die doch aus allen Nähten und wir alle kennen das: Manchmal denken wir, wir passen irgendwann wieder rein und manchmal sind wir ganz sicher, dass wir den alten Pulli noch brauchen könnten, wenn wir mal die Wohnung im Winter streichen. Es gibt die verrücktesten Gründe, warum wir uns nicht trennen wollen.

Doch die These ist: Angeblich trägt man nur 20 Prozent von dem, was man besitzt. Die übrigen 80 Prozent könnten demnach weg. Das ist mal `ne Ansage! Dann hätten wir ja ruckzuck mal so richtig viel neuen Platz in unseren Kleiderschränken. In unserem Fall hat Mama Heidi 50 Kleidungsstücke – 40 davon müssten also weg und sie hätte nur noch 10 Kleidungsstücke übrig. Ob das wirklich funktioniert?

Methode 4: Die "Ein-Ding-ein-Platz-Regel"

Mit dieser Methode können Sie besonders gut im Kinderzimmer wieder klar Schiff machen. Denn wir wissen es alle: Kinder haben oft viel zu viele Spielsachen und ganz viele davon nehmen sie gar nicht mehr in die Hand. Deshalb sollte man hier jedem Spielzeug einen bestimmten Platz im Regal zuweisen. Dadurch wird man einen ganzen Haufen Spielzeug los! Bei dieser Methode sollten sie aber unbedingt die Kinder einbeziehen, rät die Expertin. Die Kinder sollten selbst entscheiden, was ausgemistet werden kann.

Test-Phase einräumen

Und zu guter Letzt: Überstürzen Sie nichts und bringen Sie nicht gleich alles zum Recyclinghof oder zum Sperrmüll! Geben Sie sich 10 Tage Zeit und legen sie die ausgemisteten Sachen erst einmal zur Seite oder bringen Sie sie in den Keller. Wenn Sie die Sachen in den nächsten 10 Tagen nicht vermissen – dann endgültig weg damit und die neue strukturierte Freiheit genießen!

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