Aschau im Chiemgau

"Eiskeller"-Mord an Hanna (23) - Kripo nimmt Verdächtigen fest

Hanna aus Aschau im Chiemgau verschwand nach einem Besuch in der Disco "Eiskeller", ihre Leiche wurde später von einem Passanten im Fluss Prien entdeckt.
Hanna aus Aschau im Chiemgau verschwand nach einem Besuch in der Disco "Eiskeller", ihre Leiche wurde später von einem Passanten im Fluss Prien entdeckt.
Facebook/rathausaschauimchiemgau

Die Polizei hat einen Tatverdächtigen im Fall Hanna W. (†23) festgenommen, er sitzt bereits in U-Haft. Die Medizinstudentin war Anfang Oktober nach einer Party im Musikclub „Eiskeller“ verschwunden, ein Passant entdeckte ihre Leiche später in der Prien. Eine Obduktion ergab, dass die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel.

Mordfall Hanna: Konkrete Verdachtsmomente gegen "Heranwachsenden"

04.10.2022, Bayern, Aschau: Aussenansichtdes Musikclubs "Eiskeller", unterhalb des Schlosses Aschau. Eine junge Frau aus dem oberbayerischen Landkreis Rosenheim ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die 23-Jährige aus Aschau im Chiemgau habe am
Hanna W. (23) Wurde nach einem Besuch im Musikclub "Eiskeller" in Aschau im Chiemgau getötet - ein Tatverdächtiger sitzt in U-Haft.
pil, dpa, Uwe Lein

Rund 40 Ermittler der Soko „Club“ jagten den unbekannten Täter – mit Erfolg. Fast sieben Wochen nach Hannas Tod klickten die Handschellen. Bei dem Tatverdächtigen handele es sich um einen „Heranwachsenden aus dem südlichen Landkreis Rosenheim“, gegen den sich in den vergangenen Tagen „konkrete Verdachtsmomente“ ergeben hätten, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Am Freitag sei der junge Mann mit deutscher Staatsangehörigkeit verhaftet und seine Wohnung durchsucht worden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sei er „noch im Laufe des Freitagabends dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt“ worden. „Der Richter gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt und ordnete die Untersuchungshaft an. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.“

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Passant entdeckte Hannas Leiche in der Prien

Nach dem gewaltsamen Tod von Hanna aus Aschau im Chiemgau suchen Polizeitaucher in der Ortschaft das Flussbett der Prien nach Spuren ab.
Nach dem gewaltsamen Tod von Hanna aus Aschau im Chiemgau suchen Polizeitaucher in der Ortschaft das Flussbett der Prien nach Spuren ab.
kne, dpa, Peter Kneffel

Ein Zeuge hatte am 3. Oktober gegen 14.30 Uhr im Priener Ortsteil Kaltenbach eine Leiche im Fluss Prien gesichtet und den Notruf verständigt. Die Tote wurde im Rechtsmedizinischen Institut in München obduziert und „zweifelsfrei als eine 23 Jahre alte Frau aus Aschau im Chiemgau identifiziert“, teilte die Polizei damals mit. „Die Rechtsmediziner stellten bei ihren Untersuchungen außerdem eindeutige Spuren fest, die auf eine äußere Gewalteinwirkung schließen lassen und somit ein Tötungsdelikt belegen.“

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Nach derzeitigem Sachstand hatte die 23-Jährige am 2. Oktober den „Eiskeller“ in ihrem Wohnort in Aschau im Chiemgau besucht und in den frühen Morgenstunden gegen 02.30 Uhr wieder verlassen. Wo sich die junge Frau danach aufhielt und wie es zu dem Gewaltverbrechen kam, ist Gegenstand der Ermittlungen. (dpa/cwa)