Schleuser in Ostfriesland?

Einsätze gegen organisierte Schleuserkriminalität in Leer

Derzeit durchsuchen Beamte der Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aurich Gebäude an verschiedenen Orten in Leer (Ostfriesland.)
Derzeit durchsuchen Beamte der Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aurich Gebäude an verschiedenen Orten in Leer (Ostfriesland.)
© Bundespolizei

14. Juli 2021 - 9:05 Uhr

Einschleuser in der Kleinstadt?

Leer gilt als "Tor Ostfrieslands" und ist bei Touristen als Ausflugsziel beliebt. Doch am Mittwoch (14.07.) streifen auch eine Reihe Bundespolizisten durch die Kleinstadt – um gegen das organisierte Einschleusen von Ausländern vorzugehen.

Vermutlich eine Festnahme

Laut Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim durchsuchen die Beamten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aurich mehrere Gebäude im niedersächsischen Leer. Weitere Details wolle man aus Schutz der Ermittlungen erst später herausgeben. RTL Nord-Informationen zufolge wurde vermutlich ein Mann verhaftet.

Große Gefahr für geschleuste Menschen

Nach Angaben der Bundeskriminalamts (BKA) seien geschleuste Menschen vor allem beim "Transport" häufig in großer Gefahr: "Bei Schleusungen in Behältnissen, wie Waren- oder Kühlcontainern, oder speziell in Lkw und Kleintransportern verbauten, weitgehend luftdichten Verstecken reichen diese vom Verletzungsrisiko bei Verkehrsunfällen über eine mögliche Kontaminierung mit Gefahrenstoffen bis zum Erstickungstod."

Allein in Deutschland wurden laut BKA im Jahr 2017 Ermittlungen gegen 51 Gruppierungen der Organisierten Kriminalität wegen Schleusungsdelikten geführt. (kum)