Dieser Service ist bald GeschichteAus nach 21 Jahren: Deutsche Post stellt "Einkaufaktuell" ein

Abschied von „Einkaufaktuell“: Aus für Werbeprospekte!
Die einen blättern sie mal durch, die anderen werfen sie direkt ungelesen in den Müll: Werbeprospekte. Die Deutsche Post zieht jetzt einen Schlussstrich und stellt ihr Kult-Prospektbündel ein. Warum nach 21 Jahren bald Schluss ist.
"Einkaufaktuell" wird eingestellt: Warum Werbeprospekte nicht mehr so gut ankommen...
Seit 2003 landet das Prospektbündel „Einkaufaktuell“ samstags in den Briefkästen von bis zu 18 Millionen Haushalten. Für die Post war das lange ein gutes Geschäft. Doch das ist Vergangenheit. Die Post will die Prospektsammlung eindampfen. Aber warum?
Firmenkunden wollen weniger für Werbung ausgeben und die Kosten für Energie, Papier und Personal sind gestiegen – für die Post Gründe genug, die Zustellung der Werbebroschüren bald zu beenden.
Die Einstellung falle nicht leicht, sagte der zuständige Post-Manager Benjamin Rasch. „Aber wir müssen auf die Entwicklung reagieren, dass insbesondere der stationäre Handel die Ausgaben für klassische wöchentliche Prospekte zur Handelswerbung reduziert.“ Er betonte allerdings, dass andere Branchen weiter auf Werbepost aus Papier setzten - allerdings nicht in Form von Prospektbündeln, sondern in gedruckten Werbebriefen und Flyern.
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Umweltschützer: Brauchen die Wälder im Kampf gegen Klimakrise und nicht in unseren Mülleimern
Immer mehr Unternehmen machen mit ihrem Werbeprospekt-Geschäft Schluss:
Vergangenen Monat hatte die Supermarktkette Rewe mitgeteilt, dass sie ihre gedruckten Werbeprospekte einstellt.
Die Baumarktkette Obi verteilt schon seit Oktober 2022 keine Werbeprospekte mehr. Die Beispiele verdeutlichen, dass der Bedarf sinkt.
Das bekam auch die Deutsche Post zu spüren, das Geschäft mit „Einkaufaktuell“ verschlechterte sich. Dass das Unternehmen die Werbesammlung bald einstellt, sorgt jetzt bei Umweltschützern für Erleichterung.
Umweltschützer kritisieren Papierverschwendung schon länger: „Einkaufaktuell ist ein Symbol für die überholte deutsche Wegwerfgesellschaft“, sagte Viola Wohlgemuth von Greenpeace. „Eine nicht zielgerichtete Printwerbung führt dazu, dass Unmengen an Papier ungelesen in den Mülleimer wandern.“
Das sei eine Verschwendung, die man sich im Kampf gegen die Klima- und Ressourcenkrise nicht leisten könne. Wohlgemuth plädiert dafür, gedruckte Werbung generell zu überdenken. Der Deutsche Dialogmarketing Verband (DDV) teilte mit, dass Unternehmer die Marketing-Kanäle derzeit neu ausrichteten und dass crossmediale Werbung immer wichtiger werde. (dpa/lwe)
Lese-Tipp: Deutsche Post bessert nach: Wieder mehr Filialen in Reichweite - auch auf dem Land!
Deutsche Post stellt Prospekt-Service ein - wie ist Ihre Meinung dazu?
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