Weltärztebund-Chef Frank Ulrich Montgomery im Interview

Düstere Prognose: Ohne Lockdown bis zu 200.000 zusätzliche Tote

07. April 2021 - 10:13 Uhr

Montgomery: "Lockdown ist im Moment das einzige, was hilft"

Er ist der nächste Experte, der für einen Lockdown plädiert: "Der Lockdown ist im Moment das einzige, was hilft, solange die Impfungen nicht greifen", sagt Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes. Im RTL-Interview gibt er eine düsterste Prognose, sollte sich die Politik nicht auf einen Lockdown verständigen: "Wenn wir keinen Lockdown machen würden, dann würde diese Infektion jetzt völlig ungebremst über das ganze Land hinwegrollen", sagt Montgomery, "dabei würde eine ganze Reihe von Menschen zusätzlich sterben, zu allen anderen, bis zu 200.000 sind die Prognosen."

Das ganze Interview zum Thema "Lockerung oder Lockdown?" sehen Sie im Video.

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Lockdown - aber mit klaren Plänen für ein Lockdown-Ende

Mit dem Lockdown fordert Montgomery gleichzeitig einen klaren Fahrplan für den Ausstieg aus einem Lockdown. "Wer in den Lockdown geht muss auch ein Konzept haben, wie er wieder aus dem Lockdown wieder rauskommt", sagt er.

Auch ein Jahr nach Beginn der Pandemie gebe es keine in die Zukunft gerichteten Konzepte: "Ich glaube, da muss der eine oder andere Herr Politiker noch ein bisschen nachdenken", sagte der Chef des Weltärztebundes. Als positives Vorbild führte Montgomery Boris Johnson an. Großbritanniens Premierminister habe klare Öffnungsszenarien vorgeschrieben, sei aber auch bereit, Lockdown-Maßnahmen zu verlängern, wenn die Inzidenz-Werte nicht eingehalten würden.

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