„Da kann man sehr großen Schaden anrichten“

Keine Liebe in der Kindheit: Glööcklers Vergangenheit lässt Menderes nicht kalt

Im Interview spricht Menderes mit uns über Harald Glööcklers Kindheit. Ein Thema, was den Dschungelkönig mitnimmt.
Im Interview spricht Menderes mit uns über Harald Glööcklers Kindheit. Ein Thema, was den Dschungelkönig mitnimmt.
RTL

Als wir Dschungelkönig Menderes Bağcı m Interview auf Harald Glööcklers (56) Kindheit ansprechen, herrscht kurz Stille. Der 37-Jährige muss erst mal schlucken. Dass Harald in jungen Jahren Gewalt erfahren musste, nimmt den DSDS-Star extrem mit – denn auch seine Erinnerungen an seine Kindheit sind dunkel. Liebe der Eltern? Fehlanzeige. Und das kann schwere Folgen haben, weiß Menderes aus eigener Erfahrung: „Da kann man schon sehr großen Schaden anrichten.“

Glööcklers Kindheit erinnert Menderes an eigenes Schicksal

Wenn Harald Glööckler an seine Kindheit denkt, spielt sich ein „Zombie-Film“ in seinem Kopf ab. Es verging beinahe kein Tag, an dem sein Vater seine Mutter nicht attackierte. „Als ich dann 13 war, kam meine Mutter bei so einer Attacke auch um, sie ist ihren inneren Blutungen erlegen“, offenbart der Designer im Dschungelcamp.

Menderes Bağcı schockieren diese Erzählungen zutiefst. Er musste in seiner Kindheit keine physische Gewalt erfahren, trotzdem erinnern ihn Glööcklers Erlebnisse an seine eigene Vergangenheit. „Ich kann mich da schon ein bisschen hinein versetzen“, so der 37-Jährige. Seine Eltern ließen sich früh scheiden und mit zehn Jahren gab seine Mutter Menderes an den Vater ab, obwohl er eigentlich bei seiner Mama bleiben wollte. „Ich hab mich nirgends so richtig wohl gefühlt“, erklärt uns Menderes 2020 im RTL-Interview. Beide Elternteile haben ihm keine Geborgenheit geschenkt. Er fühlte sich ungeliebt.

Menderes Bagci ist 'Dschungelkönig 2016'         Verwendung der Bilder für Online-Medien ausschließlich mit folgender Verlinkung:'Alle Infos zu 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star
Menderes Bagci wurde 2016 Dschungelkönig. Er hat die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert.
RTL / Stefan Menne

Menderes weiß: „Man wird diese Liebe vermissen“

Jetzt erklärt uns Menderes im Interview: „Wenn man diese Liebe nicht seinem Kind weitergibt, wird das Kind das bis zum Erwachsenenalter mitnehmen und es wird immer ein Defizit bleiben. Man wird diese Liebe vermissen.“ Aus eigener Erfahrung weiß er aber: „Das ist ja so ein gewisses Trauma, das kann man aber auch wieder lösen.“ Wie er seine Kindheit verarbeitet hat, behält der 37-Jährige für sich.

Was Menderes vermutet, trifft auf Harald Glööckler genau zu. Der Designer hat die schrecklichen Erfahrungen verdrängt und sein Trauma noch nicht bewältigt. Im Dschungelcamp kommt jetzt endlich alles raus – und das fühlt sich für ihn an „wie eine Kur“.

Welche Möglichkeiten es gibt, als Erwachsener traumatische Erfahrungen aus der Kindheit zu verarbeiten, erklärt Familienberaterin Ruth Marquardt hier im Interview.

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Im Video: Harald Glööckler beseitigt „die Schrecken der Kindheit“

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