Auffrischung spätestens alle zehn Jahre

DRK warnt: Tetanus-Impfung im Katastrophengebiet sehr wichtig

Eine Tetanus-Impfung ist vor allem in Krisengebieten, wie dem Ahrtal sinnvoll.
Eine Tetanus-Impfung ist vor allem in Krisengebieten, wie dem Ahrtal sinnvoll.
© dpa, Julian Stratenschulte, jst lop abl vco jjk ost

27. Juli 2021 - 16:45 Uhr

Impfung für Hochwasser-Helfer

Für die Menschen aus den Hochwassergebieten haben nach dem tagelangen Starkregen die Aufräumarbeiten begonnen. Doch die bergen ein enormes Verletzungsrisiko und steigern somit auch die Gefahr für eine Tetanus-Infektion. Wir erklären, was Sie beachten sollten – auch außerhalb der Hochwassergebiete.

Tetanus endet für viele Menschen tödlich

Rund die Hälfte aller Tetanus-Infektion verläuft tödlich. Die Bakterien gelangen durch offene Wunden in den Körper und lösen dort Wundstarrkrämpfe aus, die schließlich auch die Atemwege betreffen. Vor allem für Kinder in Entwicklungsländern ist die Infektion lebensgefährlich.

Dabei gibt es einen einfachen und wirksamen Schutz vor Tetanus. Eine Impfung, die schon im Kindesalter wirksam vor einer Infektion schützt. Allerdings sollte diese alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Das DRK empfiehlt für die Helfer in den Katastrophengebieten eine Auffrischung bereits nach acht Jahren.

An diesen Symptomen erkennen Sie eine Tetanus-Infektion

Etwa vier bis 14 Tage nach der Ansteckung treten erste Krankheitszeichen wie Unruhe, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und ein allgemeines Krankheitsgefühl auf. Die Betroffenen können den Mund nur noch begrenzt, zum Teil auch gar nicht mehr öffnen. Schlucken und Sprechen fallen schwer und werden mit der Zeit unmöglich.

Bei diesen Symptomen sollten Betroffene hellhörig werden, insbesondere wenn sie in den vorangegangenen Tagen eine offene Wunde gehabt haben.

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Wann sind Auffrischungen fällig?

Im Impfpass werden alle Impfungen markiert. Wenn Sie selbst den entsprechenden Tetanus-Vermerk nicht erkennen, können Sie Ihren Hausarzt befragen und dort auch direkt einen Termin für eine Tetanus-Impfung vereinbaren.

Auffrischen sollten Sie auch andere Impfungen. Dazu gehören Diphterie, Keuchhusten, Polio und FSME in Risikogebieten. (lra)

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