Arzt warnt vor "fleischig-roten Geschwüren" im Genitalbereich

Donovanosis: Fleischfressende Geschlechtskrankheit auf dem Vormarsch

Es fängt mit Knötchen an, doch unbehandelt kann die Geschlechtskrankheit Donovanosis dauerhafte Folgen haben. (Symbolbild)
Es fängt mit Knötchen an, doch unbehandelt kann die Geschlechtskrankheit Donovanosis dauerhafte Folgen haben. (Symbolbild)
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27. Oktober 2021 - 11:13 Uhr

Es fängt mit Knötchen an...

Juckende Knötchen im Genital- und Analbereich, tellergroße fleischige Geschwüre und im schlimmsten Fall sogar dauerhafte Schäden – all das klingt wenig erstrebenswert, beschreibt aber eine sich derzeit ausbreitende Geschlechtskrankheit in Großbritannien. Chirurg und Universitätsdozent Dr. Karan Rajan warnt nun eindringlich vor der "fleischfressenden" Geschlechtskrankheit Donovanosis.

Donovanosis-Fälle in Großbritannien deutlich angestiegen

30 gemeldete Fälle der sonst nur auf den karibischen Inseln, in Südamerika, Südafrika, Südostindien, Papua-Neuguinea und in Zentralaustralien bekannten Geschlechtskrankheit gab es laut der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) bereits im Jahr 2019. Das sind fast doppelt so viele wie noch im Jahr 2016 (19 gemeldete Fälle). Selbst während der Corona-Pandemie, in denen das öffentliche Leben durch Lockdown und Reisebeschränkungen deutlich heruntergefahren wurde, gab es noch 18 gemeldete Fälle.

Risiko einer HIV-Infektion erhöht

Ausgelöst wird Donovanosis von dem Bakterium Klebsiella granulomatis. Erste Symptome zeigen sich laut DocCheck ein bis zehn Wochen nach sexuellem Kontakt. Zunächst sind das nur einzelne oder mehrere Knoten an Schamlippen, Penis oder After, die jucken können. Werden die Hautveränderungen nicht mit einem Antibiotikum behandelt, können sich diese aber zu tellergroßen "fleischig-roten Geschwüren" entwickeln, die schmerzhaft sind, übel riechen und bluten können.

Doch das ist nicht mal das Schlimmste, wie Mediziner Dr. Karan Rajan auf seinem TikTok-Kanal erklärt: "Diese erschreckende Geschlechtskrankheit verursacht nicht nur blutige Wunden und Geschwüre, die infiziert werden können, sondern erhöht auch das Risiko einer HIV-Übertragung."

Wer vermutet, sich mit Donovanosis angesteckt zu haben, soll sich darum dringend untersuchen lassen, appelliert der Arzt an seine rund 4,4 Mio TikTok-Follower.

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Im schlimmsten Fall dauerhafte Schäden an den Genitalien

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann es zu dauerhaften Narben, Schäden an den Genitalien sowie zu Verfärbungen und sogar irreversiblen Schwellungen kommen, erklärt auch Dr. Shree Datta, Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Londoner MyHealthcare Clinic, in der britischen "Sun".

Insgesamt sind mehr Männern von Donovanosis betroffen als Frauen. Den besten Schutz vor einer möglichen Infektion bietet ein Kondom. (akr)