Nach hitziger Diskussion

Doch keine Geisterspiele für HSV und St. Pauli

Fans des HSV feiern ihre Mannschaft. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild
Fans des HSV feiern ihre Mannschaft. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

13. Januar 2022 - 9:31 Uhr

Während Musicals und Konzerte in der Elbphilharmonie in Hamburg nach wie vor mit vielen Zuschauern stattfinden dürfen, sollten die Ränge bei Sportveranstaltungen leer bleiben. Das stieß besonders bei Sportlern und ihren Anhängern in den vergangenen Tagen auf Unverständnis und Frust. Die Hamburger Profisportvereine stellten Ausnahmeanträge – denen die Innenbehörde jetzt doch zugestimmt hat.

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1000 Zuschauer in Hallen, 2000 im Freien

Der HSV und der FC St. Pauli sind also doch nicht zu Geisterspielen verdammt: In Stadien im Freien dürfen bis zu 2000 Fans mitfiebern. In Hallen, also zum Beispiel beim Handball oder Basketball, dürfen maximal 1000 Personen auf den Rängen Platz nehmen. Voraussetzung ist ein 2G-Plus-Modell. Geimpfte und Genesene müssen also zusätzlich einen negativen Test vorlegen. Außerdem muss jeder Zuschauer eine medizinische Maske tragen.

Regeln für anstehendes Stadtderby noch unklar

Hamburger Fußballfans fiebern besonders auf den 21. Januar hin: Dann findet das Stadtderby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli im Volksparkstadion statt. Wie die Tickets verteilt werden, ist allerdings noch unklar. Grundsätzlich gilt, dass es für auswärtige Gastmannschaften keine Karten geben soll, um Reisen zu vermeiden. Da die Fans in diesem Fall aber aus derselben Stadt kommen, könnte die Regel aufgeweicht werden. Fest steht, dass St. Pauli mit Cheftrainer Timo Schultz anreist – der Verein hat den laufenden Vertrag am Donnerstag frühzeitig verlängert.

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Tschentscher verteidigt strenge Einschränkungen

Die neue Regel dürfte am Ende nur ein kleiner Trost für die Vereine sein. Immerhin bleiben weiterhin zehntausende Plätze in den Stadien leer. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) betonte bereits am Dienstag, dass er Verständnis für die Sportvereine habe. Viele Zuschauer zuzulassen ginge aber nicht, "weil diese großen, überregionalen Veranstaltungen in dieser Lage nicht verantwortungsvoll sind", so der Hamburger mit Blick auf den rasanten Anstieg der Corona-Infektionszahlen. Es gäbe wirtschaftliche Hilfen für die Vereine, die jetzt keine Einnahmen bekommen. (dpa/lve)