Mysteriöses 'Seeungeheuer' in Indonesien wurde jetzt von Meeresbiologen identifiziert

16. Juni 2020 - 11:40 Uhr

Experten lüften das Geheimnis um angespülte Kreatur

Es sind Bilder, die einen staunen lassen. In Indonesien ist ein riesiges, verstorbenes Wesen an Land gespült worden. Fischer haben den verendeten Koloss auf der Insel Seram im Archipel der Molukken entdeckt. Niemand, auch kein Experte, konnte bislang sagen, um was es sich genau bei der Kreatur handelt. Doch jetzt wollen Meeresbiologen das Geheimnis gelüftet haben.

Kadaver ist rund 22 Meter lang

Was aussieht wie ein gruseliges Monster aus einem Science-Fiction-Film, ist in Wahrheit der Kadaver eines Wals. Mehrere Meeresbiologen haben anhand der Strukturen auf den Bildern erkannt, um welches Tier es sich handelt. Zudem liegt eine Wanderroute von Bartenwalen in der Nähe des Gebiets. Ein Riesenkalmar, wie es zunächst hieß, ist es also nicht. Biologe Marcus Chua stimmt dieser Theorie ebenfalls zu. Wie der 'Express' berichtet, sei das unbekannte 'Seeungeheuer' laut Chua zu groß, um als Kalmar durchgehen zu können. Außerdem sei in dem Gewässer, aus dem das Tier kommt, zuvor noch keine Riesenkalmars entdeckt worden. Daher tendiert der Wissenschaftler auch eher zu den Überresten eines Wals.

Gefunden hat die rund 22 Meter langen Überreste Asrul Tuanakota, er hielt den Kadaver zunächst für ein Schiffswrack. Bei näherem Hinsehen entdeckte der 37-Jährige jedoch Augen und Zähne.

Ob es sich dabei um einen Bartenwal, Buckelwal oder eine andere Art handelt, ist noch unklar. Gewebeproben des Kadavers sollen schon bald mehr Aufschluss darüber geben, was dort genau in Indonesien an Land gespült wurde.