Raus aus dem Corona-Tief!

Posen wie Supergirl: Die besten Tipps für Jugendliche gegen die Pandemie-Antrieblosigkeit

21. September 2021 - 16:12 Uhr

Psychotherapeutin mit Tipps gegen das "Null-Bock-Gefühl"

Am liebsten will man sich morgens vor der Welt verstecken und im Bett verkriechen, Das kennen viele an manchen Tagen, aber durch die lange Zeit des Lockdowns ist das Gefühl vor allem bei Jugendlichen ein richtiges Problem geworden. Die Frankfurter Kinder- und Jugendtherapeutin Miriam Hoff erklärt das Phänomen bei jungen Menschen und gibt Tipps, wie sie aus dem "Corona-Loch" wieder herauskommen können.

Powerposing - einfach mal ein Superhero sein!

Viele Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 haben sich in der Pandemie zurückgezogen. Um dem Hängenlassen entgegenzuwirken, ist jetzt besonders wichtig zu wissen, was man kann und wer man ist. Psychotherapeutin Miriam Hoff empfiehlt das "Powerposing": "Ich stelle mich in eine Körperhaltung mit Schultern zurück und Kopf hoch – und stelle mir vor, ich bin Supergirl oder ein Hero." Mindestens zwei Minuten in dieser Pose haben einen Einfluss auf den Hormonlevel. Gestärkt und strahlend können junge Menschen so wieder anderen entgegentreten.

Kinder- und Jugendtherapeutin Miriam Hoff weiß, dass vor allem jungen Menschen nach dem Corona-Lockdown die Motivation fehlt.
Kinder- und Jugendtherapeutin Miriam Hoff weiß, dass vor allem jungen Menschen nach dem Corona-Lockdown die Motivation fehlt.
© RTL

Neue Stärke durch Erinnerungen an Erfolge

Was habe ich besonders gut gemacht in der Vergangenheit? Wo war ich erfolgreich und stolz? Das Aufrufen alter Erfolge wie z.B. ein Sieg in einem Tennisspiel kann laut Miriam Hoff die aktuelle Situation positiv beeinflussen. Ein Tennisball oder ein Gegenstand, der einen an die Situation erinnert, kann für die neue Herausforderung, z.B. die einer Klausur oder einer Party, als Anker mitgenommen werden. So kann man sich quasi an dieser Stärke festhalten und somit mit Selbstvertrauen die neue Situation meistern.

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Visionboard - der gebastelte Motivationsbooster

Das Visualisieren von positiven Dingen ist enorm wichtig, erklärt die Jugendtherapeutin. Dafür schneidet man aus Zeitschriften einfach alles aus, was einen anspricht, einen glücklich macht, einen aufbaut "Daraus erstelle ich eine Collage und hänge sie dorthin, wo ich sie jeden Tag sehe", erklärt Hoff das sogenannte Visionboard. Das motiviert und man erreicht den gewünschten Effekt der positiven Energie viel schneller. (gmö)